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"Während der letzten Stunden seiner Präsidentschaft - die bei den
Historikern
weniger Interesse erregen würde als irgendeine andere seit der
von William Henry Harrison (einunddreißig Tage von der
Amtseinführung bis zum Tod) - saß Arthur Morgan mit dem einzigen
ihm verbliebenen Freund im Oval Office und dachte über die noch
anstehenden Entscheidungen nach." |
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Inhalt:
Die letzte Amtshandlung des scheidenden Präsidenten der
Vereinigten Staaten ist die Begnadigung eines berüchtigten
Wirtschaftskriminellen. Joel Backman war bis zu seiner
Verurteilung zu sechs Jahren Gefängnis einer der skrupellosesten
Lobbyisten in Washington. Niemand weiß, dass die umstrittene
Entscheidung des Präsidenten erst auf großen Druck der CIA
zustande kam. Doch die Agency ist nicht an dem Lobbyisten selbst
interessiert, sondern an streng geheimen Informationen über ein
Satellitensystem, das Backman auf dem Höhepunkt seiner Macht zu
viel Geld machte und dabei verschiedenen Regierungen
gegeneinander ausspielte.
Backman wird in einer Nacht-und-Nebel-Aktion mit einer
militärischen Transportmaschine außer Landes geschmuggelt. Er
bekommt einen neuen Namen, eine neue Identität, eine neue
Heimat. Er versucht sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden
und ahnt nicht, dass die CIA ihn nur als Figur in einem Spiel
missbraucht. Denn nach und nach sickern Informationen über den
Aufenthaltsort des Brokers an die Israelis, die Russen, die
Chinesen und die Saudis durch. Das Spiel kann beginnen, die
Drahtzieher lehnen sich zurück und beobachten. Denn dass Backman
das Spiel nicht überleben wird, steht außer Frage. Die CIA
interessiert nur, wer ihn beseitigt... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Nach Jahren lese ich wieder einen Grisham. Von diesem
Autoren habe ich deshalb lange nichts mehr gelesen, weil mich die
Geschichten nicht mehr - wie zu Zeiten von "Die Firma" oder "Der
Regenmacher" - so richtig mitreißen konnten. Das ist zwar bei "Die
Begnadigung" nicht ganz der Fall, dennoch ist das Buch eher als
nett, denn mitreißend einzuordnen. Die Thematik um das einstige
Wirtschaftsgenie, das in Washington die Fäden zog und nun, frisch
aus jahrelanger Haft entlassen, von diversen Geheimdiensten gejagt
wird, hat mich eigentlich angesprochen. Die Umsetzung war nicht
unbedingt langweilig, aber auch einfach nicht das, was ich mir
erhofft hatte.
Stundenlang wird der Tagesablauf Backmans geschildert, der öde und
eintönig seinen Lauf nimmt, gelegentlich unterbrochen von den
Intriganten hinter der Kulisse, wie um zu erinnern, dass es ja um
mehr geht, als Dolce Vita in Bergamo.
Das Ende fand
ich eher fade, als spannend oder aufschlussreich. Alles läuft viel
zu glatt, Backman hat einfach zu viel Glück, als dass die Geschichte
glaubhaft wirkt. Und die vollmundig im Klappentext angekündigten
Israelis, Russen, Chinesen und Saudis treten nur beiläufig oder
äußerst blass zu Tage. Schade eigentlich, die grundsätzliche Idee
ist nicht schlecht, man hätte mehr daraus machen können. Stattdessen
liest man eine gemütliche Geschichte, lernt etwas über die Schönheit
und Sehenswürdigkeiten Italiens und schnappt allenfalls noch ein
paar italienische Brocken auf. Nett, aber auch nicht mehr.
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