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"Detektiv Thomas Moore
hasste den Geruch von Latex." |
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Inhalt:
Vor zwei Jahren wurde die Ärztin Catherine Cordell von einem Serienmörder brutal vergewaltigt. Es gelang ihr zwar, sich zu befreien und den Täter zu erschießen, aber die Erinnerung daran wird sie nie wieder verlassen. Inzwischen arbeitet sie als erfolgreiche Chirurgin in Boston, wo niemand um ihre Vergangenheit weiß.
Doch eine Reihe von Gewalttaten reißen sie unvermittelt aus ihrem Alltag heraus - und sie gleichen aufs Haar den Morden des Mannes, den sie getötet hat!
Die beiden Polizisten, die in dem Fall ermitteln, sind aus unterschiedlichen Gründen ausgesprochen engagiert: Jane Rizzoli ist die einzige Frau bei der Bostoner Mordkommission, und sie hat gelernt, dass es nur eine Möglichkeit gibt, sich den Respekt der Männer zu sichern - sie muss besser sein als sie.
Ihr Kollege Thomas Moore trauert noch immer seiner jüngst verstorbenen Frau nach und versucht, dies mit Arbeit zu kompensieren. Ausgerechnet er lässt sich auf eine Affäre mit Dr. Cordell ein, die immer mehr ins Fadenkreuz des Killers gerät. Und noch fehlt jede Spur. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Eigentlich ist es ja ganz schön beunruhigend, wie
viele Serienmörder sich "da draußen" so rum treiben. Zum Glück leben die meisten
in einer fiktiven Welt und die fiktiven Kommissare sind recht kompetent, wenn es
darum geht, ihnen den Garaus zu machen. So auch die Detectives Moore und Rizzoli
von der Bostoner Mordkommission, die es mit einem besonders fiesen Gesellen zu
tun bekommen. "Der Chirurg", wie die Ermittler den Serienmörder getauft haben,
sucht sich allein lebende Frauen aus, überwältigt diese und führt eine Operation
an ihnen durch, bei der er ein entscheidendes Körperteil als Souvenir mit sich
nimmt.
Die Geschichte
besteht zum einem Teil aus Reflektionen des (unbekannt bleibenden) Serienmörders,
der dem Leser über ihn faszinierende Mordrituale der Geschichte aufklärt. Diese
kleinen Einwürfe verleihen ihm eine Stimme, die sich immer mal wieder
einschaltet und den Leser nicht vergessen lässt, wen die Polizei da so
verzweifelt sucht. Auf der anderen Seite stehen vor allem die Ermittler Thomas
Moore und Jane Rizzoli im Mittelpunkt. Moore, den seine Kollegen auch
als "Heiligen Thomas" bezeichnen, ist ein Ausbund an Korrektheit, der bei
den testosterongesteuerten Mobbereien der Kollegen gegenüber der einzigen Frau
im Ermittlerteam nicht mit macht, sondern helfend eingreift.
Dies gefällt der toughen Rizzoli weniger, denn
sie sieht sich als Einzelkämpferin an, die die Erfahrung gemacht hat, dass eine
Frau im typischen Männerjob nur dann Anerkennung finden kann, wenn sie doppelt
so gut ist, wie ihre Kollegen. Dementsprechend verhält sie sich auch - lässt
kaum jemanden an sich heran, ist verbittert und hält sich zudem auch für äußerst
unattraktiv. Dr.
Caroline Cordell ist die zweite Frau, der Tess Gerritsen eine Hauptrolle in
ihrem Buch zugedacht hat und das genaue Gegenteil von Rizzoli, nämlich schön und
von der Männerwelt begehrt - und zudem ein Opfer. Die Ärztin ist das einzige
Opfer des Serienmörders Andrew Capra, der vor zwei Jahren in Savannah sein
Unwesen trieb, das überlebt hat - außerdem hat sie seiner Mordserie ein Ende
bereiten können, indem sie ihm eine Kugel in den Kopf jagte. Nun aber erwachen
alte Ängste, da der Serienmörder von Boston die brutalen Gepflogenheiten Capras
bis ins Detail kopiert.
Insgesamt ist Gerritsen ein sehr spannender
Psycho-Thriller gelungen, der zwar auf recht ausgetretenen Pfaden wandelt, aber
dennoch zu fesseln weiß. Die Selbstzweifel-/zerfleischungen einer Jane Rizzoli
sind Krimilesern schon des Öfteren begegnet und - wie eingangs bemerkt -
Serienmörder gibt es zuhauf. Doch auch wenn die Zutaten nicht neu sind, konnte
Gerritsen dem Leser ein "leckeres Süppchen" kochen und ihn mit der ein oder
anderen Wendung überraschen. Leser, die mit blutigen Details nicht zurecht
kommen, ist die Geschichte allerdings nicht ans Herz zu legen - allen anderen
ist eine fesselnde Lektüre gewiss.
P.S.: Was den Titel des Buches angeht, stellte
sich mir die Frage, wieso die Redaktion die weibliche Bezeichnung gewählt hat.
Cordell ist zwar Chirurgin, doch wird ja der Serienmörder als "Chirurg"
bezeichnet und hätte dadurch ebenfalls ein Anrecht, den Buchtitel zu bilden...
Wenn man sich den Nachfolgeband näher anschaut wird man merken, dass Gerritsen
auch diesen anscheinend nach dem Mörder benannt hat - also wäre die männliche
Titelversion wohl die Korrekte. |
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Zur englischen Ausgabe:
Viele medizinische Fachbegriffe, die man aber vielleicht auch im Deutschen
nicht verstehen würde. Ansonsten von der sprachlichen Schwierigkeit nicht
unbedingt etwas für Anfänger, aber ein sicherer Griff für alle, die bereits das
ein oder andere englische Buch gelesen haben.
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Besucherrezension von Stefan |
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Die Ärztin
Catherine Cordell kennt sich aus mit Serienmördern - vor einigen Jahren
war sie selbst Zielscheibe eines solchen, dem sie jedoch lebend entkam und
töten konnte. Als sie ihr Leben wieder einigermaßen im Griff hat, holt sie
die Vergangenheit ein, denn ein neuer Mörder treibt in Boston sein Unwesen
und ahmt die Taten des Mörders, den Cordell damals in Notwehr töten
konnte, nach. Die
Geschichte versetzt den Leser sofort mitten ins Geschehen und kann diese
Spannung fast die gesamte Handlung über halten. Die geplagte Ärztin - Dr.
Cordell - ist eine Frau, die von alten Ängsten belastet wird, der es
jedoch nach und nach gelingt, ihr Leben zu ordnen und (zumindest nach
Außen hin) stark zu erscheinen. Der ermittelnde Beamte,
Thomas Moore, ist ebenfalls
eine interessante Persönlichkeit, der wie die Ärztin einen harten
Schicksalsschlag erleiden musste, da seine Frau vor kurzem verstorben ist.
Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch, das mir Lust auf weitere Bücher der
Autorin gemacht hat und auch für Original-Leser (denn ich habe die
englische Ausgabe gelesen) keine unüberwindliche Hürde darstellt.
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Besucherrezension von
Silke S., 29. Oktober 2004 |
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Das Buch ist ein super packender Medizin-Thriller
der einen nicht mehr loslässt. Ein sympathisches Detektivteam, das aber mit
menschlichen Problem zu kämpfen hat, verleiht der Story eine tolle Atmosphäre
und man leidet mit ihnen, wenn sie von einer Sackgasse in die nächste geraten
und Befehle von oben erhalten, die ihnen Steine in den Weg legen.
Der Aufbau
der Story lädt zum miträtseln ein, aber man liegt einfach zu gerne mit seiner
Ahnung DANEBEN ;-))) Das Ende ist ein atemberaubender Showdown, der einen das
Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt. Alles in allem ein durchaus gelungener
Thriller, aber leider hat er in meinen Augen ein paar Schönheitsfehler.
Detective Rizzoli ist meiner Meinung nach ein bisschen aus anderen Heldinnen
kopiert worden. Ihre Stellung als Frau in der männlichen Polizeidomäne, erinnert
mich immer wieder an Barbara Havers von Elizabeth George und ihre Angewohnheit
beim Kochen von italienischen Gerichten lassen doch gleich auf Kay Scarpetta von
Patricia Cornwall schließen.
Auch die
häufig benutzten medizinischen Fachbegriffe und deren ausführliche Erläuterungen
haben das Buch teilweise an Reiz verlieren lassen.
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Weitere Informationen
Alle Bücher des Autoren auf Buchstaben-Salat.de
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