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David Gemmell


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Winterkrieger
The Winter Warriors


Teil 8, Drenai-Saga
454 Seiten (TB), Bastei Lübbe Verlag
Genre: Heroische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Der nächtliche Himmel über den Bergen war klar und strahlend,
die Sterne schimmerten wie Diamanten auf schwarzem Samt."

Inhalt:
Die Prophezeiung ist eindeutig: Mit dem Tode dreier Könige wird die Welt in ein Chaos gestürzt, und alle Dämonen der Vergangenheit werden zurückkehren, um Blut und Rache zu fordern. Zwei der Könige sind bereits tot. Der dritte, dessen Geburt kurz bevorsteht, wird von den höllischen Reitern der Karyakin gejagt, den Herren der Untoten. Die Mutter des Ungeborenen versteckt sich in einem verzaubertem Wald. Doch sie ist nicht alleine. Drei alte Männer, die Helden vergangener Tage: Nogusta, Kebra und Bison - Die Winterkrieger.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Was wird eigentlich aus Schwertkämpfern, Bogenschützen & Co. wenn sie die Fünfzig überschritten haben? Nogusta, Kebra, Bison und eine ganzes Heer an Leidensgenossen haben dieses Alter teilweise schon mehr als ein Jahrzehnt hinter sich gelassen und werden von ihrem König ausgemustert. Als ihre Welt von Untoten bedroht wird und es gilt, die mit dem Thronerben schwangere Königin zu beschützen, sehen sich die drei alten Männer einer Übermacht an Feinden gegenüber.

Mir hat die Idee, einmal nicht strahlend schöne Helden ohne jedes Zipperlein, sondern ergraute Veteranen in den Mittelpunkt eines Buches zu stellen, sehr gut gefallen. Den Bogenschützen Kebra lassen seine einst so scharfen Augen mittlerweile im Stich und der hünenartige Bison flunkert, wenn es ums Alter geht. Dennoch sind sie wahre Krieger und noch jederzeit dazu in der Lage, für eine edle Sache zu kämpfen. Dazu bekommen sie - typisch Gemmell - in Winterkrieger dann auch reichlich Gelegenheit.

Dabei geht es nicht nur um Blut, Schweiß und Ehre, sondern Gemmell stellt seine Helden auch von einer anderen Seite dar. So sind sie zu Sensibilität, tiefer Freundschaft und Herzlichkeit fähig und haben teilweise gar Angst vor einem Leben außerhalb der Armee - haben sie doch kaum etwas anderes gemacht, als für ihren König zu kämpfen. So sehen sie sich unvermittelt ausgemustert, obwohl sie sich noch längst nicht dem alten Eisen zugehörig fühlen. Sie werden von einem Feldzug in die weit entfernte Heimat zurückgeschickt, wo sie doch eigentlich gar kein zu Hause mehr haben, sondern ihre Heimat dort sehen, wo ihr Schwert gefragt ist.

Ein wunderbarer Roman, in dem nicht nur Schwertkampf und Heldentum eine Rolle spielen, sondern auch Freundschaft, Mitgefühl und Humor.

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