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"'Oh, bei allen Göttern, ist das kalt!" |
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Inhalt:
Als die feindlichen Turonländer das Dorf Elasund an der Küste im hohen Norden überfallen, das Vieh stehlen und die Frauen rauben, erkennen die Ziehbrüder Candamir und Osmund, dass ihre Tage in der alten Heimat gezählt sind. Nach einem bitteren Hungerwinter bricht die ganze Dorfgemeinschaft mit neun Schiffen auf, um im westlichen Meer ein neues Land zu suchen. Ein Sturm verschlägt sie an die Gestade jener Insel, die sie bislang nur aus der Sage kannten: Catan.
Voller Hoffnung erkunden die Siedler das unbekannte Land, roden Wälder und bestellen den fruchtbaren Boden. Alle Not könnte ein Ende haben, hätten sie nicht ihre Vergangenheit und ihre Zwistigkeiten aus der alten Heimat mit in dieses vollkommene Land gebracht. Eine Frau, ein neuer Gott und die Bürde alt hergebrachter Traditionen gefährden Candamirs und Osmunds lebenslange Freundschaft und drohen die Siedlergemeinschaft zu spalten... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Von Rebecca Gablé habe ich mittlerweile alle historischen Romane gelesen und
keinen Kauf bereut. Bei ihr mache ich auch einmal eine Ausnahme und lege mir das
teure Hardcover zu - eine Anschaffung, die sich allein wegen der liebevoll
gestalteten Bücher mit bunten Land- oder Stadtkarten bzw. bei den Siedlern von Catan der Zeichnung der Insel, lohnt. Gablés Geschichte beginnt wie immer mit den
Hauptfiguren und zieht sofort in ihren Bann. Kein langes Vorgeplänkel erschwert
den Einstieg in die Handlung, sondern man schaut den Figuren bei
Alltagssituationen über die Schulter und lernt schnell Familienmitglieder oder
andere für den Plot wichtige Gestalten kennen.
Im Falle der
Siedler von Catan beginnt die Handlung furios, denn Candamir und Osmund,
Ziehbrüder und Hauptfiguren der Geschichte, müssen miterleben, wie ihr Dorf von
den feindlichen Turonländern überfallen und die Bewohner in der Folge vom
Hungertod bedroht sind. Hieraus entsteht letztendlich der Entschluss, ihre
Heimat zu verlassen und das Glück anderswo zu suchen. Wen der Buchtitel an das
gleichnamige Spiel von Klaus Teuber erinnert, hat richtig vermutet, denn die
Autorin hat das Buch um die Insel auf Bitte des Spieleerfinders hin geschrieben
und dabei versucht, die wichtigsten Spielelemente (Tausch, Handel,
Güterknappheit etc.) zu verarbeiten. Wie beim Spiel sind auf der neuen Insel
gewisse Güter nur knapp vorhanden und die Menschen teilweise auf den Austausch
von Waren oder Arbeitskraft angewiesen. Allzu stark ist dieser Aspekt allerdings
meiner Meinung nach nicht ausgeprägt oder wird von der interessanten Handlung
eher überdeckt. Das wäre
aber auch der einzige Kritikpunkt, den ich anzumerken hätte. Etwas ruhiger als
ihre anderen Romane finde ich die Geschichte, die eine nicht immens hohe, dafür
aber gleichmäßige Spannung aufrecht zu erhalten vermag. Fazit: Ein gelungener
historischer Roman, der diesmal übrigens auf fiktiven und nicht wie sonst
(teilweise) realen historischen Persönlichkeiten beruht. |
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