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"Ich träume neuerdings immer wieder den
gleichen Traum,
und jedes Mal kommt es mir vor, als wäre der Traum Realität." |
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Inhalt:
Miranda verliebt sich schnell und lässt auch schnell wieder los. Selbstbewusst
entscheidet sie in der Liebe und im Job. Als sie an diesem Nachmittag nach Hause
kommt, ist ihr neuer Liebhaber Brendan schon da. Ungeniert liest er in ihren
Tagebüchern. Sie wirft ihn hinaus – und zurück bleibt allenfalls ein schaler
Nachgeschmack. Zwei Wochen später stellt Mirandas Schwester Kerry ihr verliebt
und überglücklich ihren neuen Freund vor. Es ist Brendan. Die Familie erliegt
seinem Charme. Nur Miranda hat ein ungutes Gefühl. Brendan schmeichelt und lügt,
präsentiert sich als Kerrys Bräutigam und macht Miranda obszöne Angebote.
Niemand außer Miranda scheint etwas zu bemerken. Wie eine Klette hängt er sich
an sie, drängt sich unaufhaltsam in ihr Leben, stiehlt das Vertrauen ihrer
Freunde und untergräbt ihr Selbstvertrauen. Hilflos muss sie zusehen, wie Brendan sie immer mehr isoliert. Doch
erst, als sie kaum noch Luft zum Atmen hat, schlägt sie mit dem Mut der
Verzweiflung zurück… |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
"Der falsche Freund" ist ein Thriller, der ohne blutige Einlagen auskommt, sondern sich vor
allem auf psychologische Elemente konzentriert und diese so geschickt einsetzt,
dass ich mich während des Lesens eines beklemmenden Gefühls nicht erwehren
konnte. Doch zunächst eine Bemerkung zum Klappentext, der mir einen Teil des
Lesespaßes geraubt hat - er verrät unnötigerweise zwei Ereignisse, die - hätte
man vorher nicht gewusst, dass sie geschehen - sicherlich viel effektvoller
gewesen wären. So wusste ich während des Lesens schon DASS bzw. auch WAS
geschieht - vollkommen unnötig und ein Minuspunkt in Sachen Spannung. Daher habe
ich den Klappentext auf dieser Seite auch um die entsprechende Stelle gekürzt.
In der Synopse der Originalausgabe werden die betroffenen Ereignisse übrigens
nicht erwähnt...
Zurück
zum Buch, das aus der Ich-Perspektive heraus schildert, wie Miranda sich von
ihrem Freund Brendan nach einer kurzen Affäre trennt und dann den Albtraum
erlebt, dass dieser sich mit ihrer Schwester verlobt, sich in ihre Familie
einschleicht und seine Ex-Freundin in einem äußerst schlechten Licht stehen
lässt. Miranda erlebt eine Zeit der Hilflosigkeit, in der sie mit ansehen muss,
wie ihre Familie dem Charme Brendans erliegt und sie selber immer wieder in
missverständliche Situationen gerät, die stets zu ihrem Nachteil ausgelegt
werden. Die Einsamkeit und zunehmende Isolation sowie das Unverständnis und die
Kälte mit der sich Miranda konfrontiert sieht, wird so eindringlich geschildert,
dass eine blutige Mordszene harmlos dagegen erscheint. Dem Autorenduo ist es
meiner Meinung nach hervorragend gelungen, allein mit der Kraft von Worten die
furchtbare Situation zu schildern, in die Miranda - wiederum durch die Kraft von
Worten - geraten ist.
Brendans "Attacken" verändern sich von subtil zu gewagt und eskalieren
schließlich immer mehr. Jedes Mal wenn Miranda glaubt, das richtige Rezept gegen
seine Bosheiten gefunden zu haben, muss sie feststellen, dass sie einen äußerst
raffinierten Gegner vor sich hat. Allein der Schluss des Buchs kam mir trotz
einer überraschenden Wende ein wenig übereilt vor - so als ob das Autorenduo
eine bestimmte Seitenanzahl nicht überschreiten durfte oder die Geschichte
endlich zu einem Ende bringen wollte. Eine etwas breitere Ausführung der
Geschehnisse hätten dem Buch sicherlich nicht geschadet.
Alles in allem ein spannender Psychothriller, der
diesen Namen auch wirklich verdient hat. Ein ungewöhnlicher Plot mit geschickt
eingesetzten psychologischen Horrormomenten, gleichmäßig spannend erzählt und
trotz des etwas übereilten Endes äußerst lesenswert. |
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Drei-Minuten-Rezension von
Silke S., 14. Dezember 2005 |
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Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält
etwas aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Normales Papier.
Durchschnittliche Papierstärke. Das Cover ist durchschnittlich und
unauffällig. Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große
Schriftgröße. |
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Passt Cover zum Inhalt: |
ja |
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Erzählperspektive: |
Neutraler Erzähler (Erzähler zieht sich aus der
Personenwelt vollkommen zurück) |
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Einstieg in die Geschichte: |
Geheimnisvoll. Reizt zum Weiterlesen. |
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Plot: |
Abgefahren. Teilweise sehr verrückte und absurde
Geschehnisse. |
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Figuren: |
Vielschichtig und interessant. Nachvollziehbar in ihren
Motiven. |
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Setting: |
Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr
gut vorstellen. Verrückt, aber glaubwürdig. Auch wenn nicht alles
realistisch wirkt, nimmt man die Utopie doch ab. |
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Lesefluss: |
Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen.
Spannungsbogen kulminiert in furiosem Finale. |
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Sprache: |
Entrückend. Der Autor vermag einen mit der Kraft seiner
Worte an den Ort des Geschehens zu versetzen. |
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Zusatzmaterial: |
nicht vorhanden |
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Stärken: |
Erzählperspektive, Plot (Geschichte), Charakterzeichnung,
Lesefluss |
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Schwächen: |
keine |
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Weitere Informationen
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