Buchstaben-Salat-Rezension:
Der vorletzte Teil des magischen Schlüssels ist für mich der bisher beste. Eine
rundum spannende Geschichte, die den Leser viel Neues über die Protagonisten
erfahren lässt - allen voran Isabeau. Die rothaarige Hexe begibt sich endlich
auf ihre Namens-Quest, um im Stamm der
Khan'cohban
den Status eines vollwertigen Mitgliedes zu erringen. Und
auf dieser gefährlichen Reise entdeckt sie nicht nur ihren Namen, sondern
erfährt auch mehr über ihr Hexentalent. Die junge Hexe wirkt auf mich reifer und
entschlossener als in den Vorgängerbänden, wenn auch ein wenig zu ehrgeizig und
sehr auf ihr Hexentum konzentriert.
Vor allem die innere Zerrissenheit Isabeaus, ihre
Ängste, Zweifel und Schuldgefühle treten im achten Band der Reihe klar zutage.
Charakterlich gewinnt der Leser sicherlich hier den besten Einblick in die
Figur.
Obwohl Isabeau im Mittelpunkt der Geschichte
steht, kehrt der Leser auch zu den lieb gewonnen Personen in ihrer Umgebung
zurück. Aber Die Höhle der tausend Könige ist nicht nur eine "Was-wurde-aus..."-Erzählung,
sondern bringt die Geschichte auch wirklich vorwärts. In einem parallelen
Handlungsfaden erfährt der Leser beispielsweise mehr über die Fairge, die im
Abschlussband sicherlich noch eine große Rolle spielen werden.
Alles in allem war dieser Band für mich ein
wirkliches Lesevergnügen und die Seiten flogen nur so dahin. Grund dafür ist
sicherlich die Tatsache, dass hier eine solide, gut erzählte Basis für einen
furiosen Abschluss der Reihe um die Hexen von Eileanan geschaffen wurde und das
interessante neue Talent von Isabeau, das der Geschichte einen neuen Reiz
verleiht.