Buchstaben-Salat-Rezension:
Kate Forsyth ist mit Die Ankunft des Kometen ein wirklich wunderbarer, runder
Abschluss ihrer Reihe um den magischen Schlüssel gelungen. Alle wichtigen
Personen werden in diesem letzten, spannenden Teil noch einmal vereint und
kämpfen gegen die Fairgean, welche einen vernichtenden Schlag gegen die Bewohner
von Eileanan geplant haben.
Zum Glück sieht Forsyth jedoch davon ab, die
Wasserwesen eindimensional böse zu zeichnen, sondern lässt sich eine Wendung
einfallen, welche die Geschichte davor bewahrt, in Altbekanntes und oft
Gelesenes abzurutschen. Doch nicht nur in Hinsicht auf die Feargean überrascht
sie ihre Leser, auch Iseult bekommt endlich noch einmal etwas Aufmerksamkeit -
mir war sie nach ihrer Heirat mit Lachlan immer ein wenig zu sehr im Hintergrund
und auf ihre Mutterrolle beschränkt, was ihrer Eigenschaft als Kriegerin doch
sehr widersprach.
Als
Abschlussband gelingt es dem Buch, offene Handlungsstränge zu Ende zu bringen
und sogar noch neue Entwicklungen mit einzuflechten. Einige davon sind traurig,
andere wiederum überraschend und schön. Am Ende des Buches wurde mir bewusst,
was für eine interessante Welt mit ebenso interessanten Charakteren Forsyth in
ihrem Zyklus geschaffen hat. Dabei legte sie stets Wert darauf, ihre Figuren
glaubwürdig zu zeichnen und setzte trotz Krieg und vielen Toten auch auf leisere
Töne. Die meisten zentralen Charaktere sind eben Naturwesen oder eng mit ihr
verbunden, was die Autorin nie in Vergessenheit geraten ließ.
Fazit: Befriedigender Abschluss einer Reihe
voller liebenswerter und mutiger Figuren, von denen auch die vermeintlich Bösen
nicht festgefahren in ihren Handlungsmustern, sondern gut für Überraschungen,
aber auch Zweifel an ihrer Läuterung sind. Ein Zyklus, der viel Magie und Natur,
aber auch Spannung, Kampf und Dunkelheit beinhaltet...