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Lynn Flewelling


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Unter dem Verrätermond
Traitor's Moon
(2)


Teil 3, Die Schattengilde
857 Seiten (TB), Bastei Lübbe Verlag
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"The sleet-laden wind buffeted Magyana, whipping wet strands free the wizard's thick white braid as she trudged across the churned ground of the battlefield."

Inhalt:
Als verwundete Helden einer katastrophalen Schlacht haben sich Seregil und Alec für zwei Jahre in ein selbst auferlegtes Exil zurückgezogen. Doch während der Krieg noch immer wütet, wird ihr Frieden von der verzweifelten Königin Idrilain gestört, die sie bittet, ihre Tochter auf eine Mission nach Aurenen zu begleiten, dem Land, aus dem Seregil in seiner Jugend verbannt worden war...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Zwei Jahre sind vergangen, seitdem Seregil den jungen Alec aus dem Kerker befreite und bei sich aufnahm. Mittlerweile wurde so manches Geheimnis um die beiden Figuren aufgedeckt, doch Flewelling hat ausreichend für einen dritten Band zurück behalten. Dieser war für mich der interessanteste der Trilogie, da der Leser endlich das Volk der Aurenfaie kennen lernt, das in Band eins für Alec noch ins Reich der Sagen und Märchen gehörte.

Die Menschen in Seregils Heimatland leben in Clans und treffen wichtige  Entscheidungen in der Iia'sidra, einer Versammlung, die mich an den römischen Senat erinnerte. Während Prinzessin Klia als Abgesandte Skalas dort um Unterstützung im Krieg gegen Plenimar wirbt, bietet sich reichlich Gelegenheit, die Kultur der Aurenfaie zu skizzieren und weitere Nebel in Seregils und Alecs Leben zu lichten. Flewelling tut dies - wie schon in den beiden Vorgängerbänden - nicht überhastet, sondern lässt dem Leser durch Andeutungen Zeit für eigene Spekulationen.

Sind die Adeligen von Skala schon geschickt im Spinnen von Intrigen, so entpuppen sich die Aurenfaie als wahre Meister in diesem Spiel. Und auch wenn ein Großteil des Buches aus einem Tauziehen um Interessen und den komplizierten Verhandlungen in der Iia'sidra besteht, schafft es Flewelling stets, den Leser zu fesseln und niemals Langeweile aufkommen zu lassen. Einzig ein Glossar mit Übersetzungen der vielen Namen in der Sprache der Aurenfaie hätte ich mir gewünscht, denn auch wenn ich mir mit der Zeit einige merken konnte, hätte ich den ein oder anderen Begriff doch gerne nachschauen können.

Fazit: Ein würdevoller Abschluss einer ganz besonderen Trilogie, die sich wohltuend abhebt vom Actioneinerlei, das sich mitunter auf dem Fantasy-Markt breit gemacht hat. Intelligente und stets spannende Unterhaltung!

Zur englischen Ausgabe:
Einfach bis mittelschwer, für geübte Leser kein Problem, aber auf für Anfänger einen Versuch wert.

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