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Lynn Flewelling


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Der Gott der Dunkelheit
Stalking Darkness
(2)


Teil 2, Die Schattengilde
669 Seiten (TB), Bastei Lübbe Verlag
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"The lean ship smashed through foaming crests,
pounding southwest out of Keston toward Skala."

Inhalt:
Meister der Intrigen, Dieb und Adliger zugleich: Seregil von Rhiminee hat seinem Schüler Alec von Kerry alle Geheimnisse seiner Kunst beigebracht. Zusammen schlagen sie sich mit kleinen Diebstählen durchs Leben, schaffen sich Freunde und öfter noch Feinde. Doch dann rüsten die Herren des Landes zu einem Krieg. Seregil folgt dem Ruf des weisen Zauberers Nysander, und Alec erfährt die schockierende Wahrheit über seine dunkle Herkunft. Bald geraten er, Seregil und eine Handvoll treuer Kameraden in einen Konflikt, in dem sich niemand mehr seiner Freunde oder Feinde sicher sein kann.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Im zweiten Teil der Schattengilde knüpft die Handlung fast unmittelbar an die Geschehnisse des Vorgängers an. Während im ersten Drittel des Buches die Geschichte noch recht harmlos, aber trotzdem unterhaltsam vor sich hindümpelt, nimmt sie danach rasch, um nicht zu sagen rasant an Fahrt auf und ist teilweise im Vergleich zum Vorgänger relativ blutig.

Meiner Meinung nach standen gerade die Vorgänge im letzten Drittel der Geschichte arg im Kontrast zu den weniger actionlastigen Geschehnissen zuvor (den ersten Band eingeschlossen). Mir kam es fast so vor, als ob Flewelling ihre Bücher nicht ohne das fast genreübliche Heldenleiden schreiben wollte, aber das ist auch Geschmackssache.

Was mir weiterhin gut gefallen hat ist, dass die Autorin dem Leser Geheimnisse und Hintergründe nur häppchenweise offenbart und immer wieder neue Andeutungen macht, so dass meine Neugier das gesamte Buch über nicht nachließ.

Alles in allem fehlt diesem zweiten Band ein wenig die lockere Atmosphäre des ersten Bandes und es stehen im Großteil des Buches weniger die Spionage- und Diebesfähigkeiten der beiden Protagonisten und das Intrigenspiel von Rhíminee im Vordergrund, sondern - wieder mal *gähn* - die Suche nach irgendwelchen Artefakten, welche ja nicht in die Hände der Bösen fallen dürfen. Ich hatte wirklich Spaß beim Lesen, doch ein wenig muss ich Flewelling schon ankreiden, dass sie den schönen Ansatz des Vorgängerbandes nicht durchgängig fortgeführt hat. Aber vielleicht ändert sich das ja wieder in Band 3?

Zur englischen Ausgabe:
Einfach bis mittelschwer, für geübte Leser kein Problem, aber auf für Anfänger einen Versuch wert.

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