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"The day the
Master showed him the world was the day Virelai became a man,
which was a dangerous thing indeed, and not at all what the mage
had intended." |
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Inhalt:
Katla Aransen besucht zum ersten Mal den Jahrmarkt von Allfair,
wo sich alljährlich die Völker Eldas versammeln und Handel
treiben. Moonfell Plain - der Platz, auf dem die Allfair
abgehalten wird - ist ein legendärer Ort, an dem es einen
heiligen, aber umstrittenen Berg gibt. Die Eyraner nennen ihn
Sur's Castle und glauben, dass ihre Götter Mann und Frau als
gleichberechtigt ansehen. Doch für die Istrianer heißt der Berg
Falla's Rock und ihrem Glauben nach darf keine Frau außer ihrer
Göttin ihn betreten.
Katla besucht den Jahrmarkt, da sie eine der besten
Schwertschmiede in ganz Eyra ist - und außerdem eine talentierte
Felsenkletterin. Sie verfügt über eine angeborene magische
Verbundenheit mit bestimmten Naturelementen - Stein und Metall.
Die junge Schmiedin ist stolz, ja fast arrogant, rebellisch,
eigensinnig und willensstark - und doch naiv, was den religiösen
Fanatismus der Istrianer angeht. Heimlich ersteigt sie auf den
heiligen Berg und wird dabei von einem istrianischen Älteren
beobachtet, der die blasphemische junge Frau für ihr Vergehen
mit dem Tode bestrafen will.
Doch weitaus gefährlichere Ereignisse spielen sich auf der
Allfair ab. Die Karawane der Freien - magische Nomaden -
beherbergt einen mysteriösen Albino, der zwei magische Wesen in
seiner Gewalt hält: eine wunderschöne Frau, die ihr Gedächtnis
verloren hat und in jedem Mann, der sie erblickt, unstillbares
Verlangen erweckt sowie eine schwarze Katze, die den Schlüssel
zu unvorstellbaren magischen Geheimnissen darstellt.
Noch bevor die Allfair endet, werden sich Kräfte in Bewegung
setzten, die jedes Land, jedes Volk und vielleicht sogar ganz
Elda für immer verändern werden... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Vor zwanzig Jahren führten die beiden Völker Eldas - die
Eyraner aus dem Norden und die Istrianer aus dem Süden - Krieg
gegeneinander. Nun treffen sich alljährlich Handwerker und Händler
beider Landesteile zu einem friedlichen Jahrmarkt, der Allfair, und
bieten ihre Waren feil oder wickeln sonstige Geschäfte ab. Die
beiden Völker unterscheiden sich vor allem in Aussehen und Kultur:
Die Eyraner erinnern mit ihren blonden Bärten und langen Mähnen
unweigerlich an die Wikinger, die Istrianer mit ihrer dunklen Haut
und ihren verschleierten, zurückgezogen lebenden Frauen an ein
orientalisches Volk.
Inmitten dieses bunten Gewirrs an
Menschen unterschiedlicher Herkunft und Motivation, die Allfair zu
besuchen, verfolgt der Leser unter anderem das Schicksal zweier
Familien - das der Aransens aus dem Norden und das der Vingos aus
dem Süden - sowie die Geschicke einiger Einzelpersonen, wie den
geheimnisvollen Magier Virelai oder die verführerische Rosa Eldi.
Fisher wechselt dabei äußerst geschickt ihre Erzählperspektive -
mitten im Absatz nimmt man die Geschehnisse plötzlich aus einer ganz
anderen Sicht wahr und kommt so in das Vergnügen, die Motive und
Gedanken aller wichtigen Figuren kennen zu lernen. Mir hat diese
Technik sehr viel Spaß bereitet, denn so gekonnt habe ich einen
Perspektivwechsel noch nirgendwo verfolgen können.
Fisher überzeugt außerdem durch ihren
mal feinen, mal derben Sinn für Humor, der gezielte Pointen setzt,
wenn die Geschichte einmal etwas trockener zu werden droht. Die
Welt, in der ihre durchweg interessanten Figuren leben, beschränkt
sich in ihrer Darstellung zwar hauptsächlich (zu ca. zwei Dritteln)
auf die Allfair, doch werden die unterschiedlichen kulturellen
Hintergründe der beiden Völker - insbesondere die vollkommen
gegensätzlichen Positionen, welche die Frauen inne haben -
durch die Ereignisse auf dem Jahrmarkt recht deutlich.
Die Geschichte beginnt relativ ruhig
und erlebt bereits viele Seiten vor ihrem Ende einen rasanten
Höhepunkt. Der verhaltene Anfang hat mir sehr gut gefallen, da
Fisher hier gekonnt ihre Charaktere in Szene setzt und mit
verschiedenen Ereignissen neugierig auf den weiteren Verlauf der
Geschichte macht. Nach einem recht furiosen Höhepunkt flacht das
Buch gegen Ende allerdings etwas zu sehr ab - meiner Meinung nach
hätte der hiernach folgende Teil der Handlung vielleicht besser ins
nächste Buch gepasst. Nichtsdestotrotz werden ausreichend Ereignisse
aufgelöst, um den Leser befriedigt zurück zu lassen und doch noch so
viele Fragen offen gelassen, um ihn neugierig zum nächsten Buch
greifen zu lassen.
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Zur englischen Ausgabe:
Etwas Übung sollte man schon mitbringen, für einen Einsteiger in das
Lesen englischer Bücher sind andere Titel besser geeignet.
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