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Jude Fisher


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Das Schiff der Gaukler
Wild Magic (2)


Teil 2, Zaubergold
672 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

 

"Aran Aranson, Master of Rockfall, stood in the doorway of his smithy with the moon leering over his shoulder like the eye of some vengeful giant, and watched with disbelief as the dead woman came to her feet."

Inhalt:
Normalerweise ist die Allfair ein friedlicher Treffpunkt für Händler und Handwerker, doch bei ihrer letzten Ausgabe wurde der Friede durch den Ausbruch von Gewalttätigkeiten zwischen den einstmals verfeindeten Ländern Eyra und Istria jäh durchbrochen. Nun bedroht ein erneuter Bürgerkrieg die Welt von Elda. Doch die Schuld am Unfrieden liegt nicht allein bei den beiden gegnerischen Ländern, denn machtvolle Kräfte sind am Werk, welche die Welt und all ihre Bewohner bedrohen. Die Magie erwacht wieder zum Leben und die in ihre wilde Macht verstrickt werden, werden sich unwiderruflich verändern:


Virelai: Der frühere Lehrling eines mächtigen Magiers hat das Undenkbare getan, denn er vergiftete seinen Lehrmeister und raubte ihm seine größten Schätze. Nun lebt er in Furcht vor Vergeltung, ohne das was er getan hat zu verstehen oder kontrollieren zu können. Die Rose von Elda: Diese ungewöhnliche Frau erweckt in jedem Mann den sie trifft unstillbares Verlagen. Und doch ist sie sich selbst ein Mysterium, denn sie hat weder Erinnerung noch Wissen über die Welt, in der sie sich befindet, noch kann sie ihre geheimnisvollen Kräfte verstehen. Aran Aranson: Unter dem Einfluss einer magischen Schatzkarte ist er bereit, alles zu riskieren, was ihm lieb und teuer ist - Familie, Heim, Ehre und sogar sein Leben - um eine Expedition durchzuführen, zu der nur ein Verrückter bereit wäre. Katla Aranson: Arans Tochter ist eine der fähigsten Schwertschmiedinnen in ganz Eyra, da sie ein magisches Band mit dem Element Erde verbindet und sie die Kraft von Stein, Metall und Kristall erspüren kann. Doch wird ihre Abenteuersucht ihr Ende bedeuten? Saro Vingo: Ein sterbender Magier hat ihm die Kraft des Gedankenlesens übertragen und zugleich einen geheimnisvollen Stein, der die Macht hat zu töten. Werden diese Furcht einflößenden Geschenke sein Volk und zugleich seine empfindliche Seele zerstören? Werden diese fünf Charaktere - ohne es zu wollen - das Wesen Eldas für immer verändern?

Buchstaben-Salat-Rezension:
Bergauf- und bergab geht sie, die Spannungskurve in Fishers Zaubergoldreihe - und das konsequent über Buchgrenzen hinweg. Kurz vor Ende des ersten Teils präsentiert uns die Autorin einen furiosen Höhepunkt, um die restlichen Kapitel eher dröge zu gestalten. Und wie ein Echo dieser langweiligen letzten Kapitel setzt sich auch die Spannungskurve im zweiten Teil fort, denn quälend langsam geht es aus der Talsohle hinaus und es vergehen rund 100 Seiten, bis die Geschichte wieder den Biss des ersten Teils erreicht. Das Dörfchen Rockfall in allen Ehren, doch die wirklich interessanten Dinge spielen sich (zunächst) einfach woanders ab. Wie schon in Der Jahrmarkt der Magier springt Fisher gekonnt zwischen den einzelnen Handlungssträngen mitsamt ihrer fast durchweg interessanten Protagonisten hin und her - auch die innovativ von einer Zeile auf die andere wechselnde Erzählperspektive gehört nebst einer wohl dosierten Portion Humor wieder zu ihrem Repertoire.

In diesem zweiten Teil werden endlich einige der Geheimnisse des ersten Teils wenn nicht gelüftet, so doch zumindest ansatzweise aufgedeckt und auch die Motive einiger rätselhafter Figuren - allen voran Virelai - werden zunehmend klarer. Gerade Virelai konnte überraschenderweise einige Sympathiepunkte bei mir gewinnen. Die Geschichte lebt einfach von den vielen, ganz und gar unterschiedlichen Charakteren wie Katla, Saro Vingo, der Söldnergruppe um die robuste Mam und Virelai samt magischer Katze.

Insgesamt wäre Fisher mit "Das Schiff der Gaukler" trotz des mühsamen Anfangs eine gute Fortsetzung ihrer dreiteiligen Reihe gelungen - wenn da nicht ein äußerst gemeiner Cliffhanger wäre, den die Autorin drei Kapitel vor Ende platziert und von ihrer Leserschaft allen Ernstes erwartet, geduldig auf die Auflösung solch ungeheurer Ereignisse bis Band drei zu warten. Die danach folgenden zwei Kapitel hätte sie sich meiner Meinung auch sparen können, ich zumindest war ziemlich angesäuert, so in der Luft hängen gelassen worden zu sein. Cliffhanger als Elemente, um die Spannung hochzuhalten finde ich angebracht - es kommt allerdings auf die Dosierung und Schwere der Ereignisse an, die da unvollendet gelassen werden. In diesem Fall fand ich es eher ärgerlich, denn Lust auf die Fortsetzung machend... Hierfür und für den schwachen Anfang einen Punkt Abzug im Vergleich zum Vorgänger.

Zur englischen Ausgabe:
Etwas Übung sollte man schon mitbringen, für einen Einsteiger in das Lesen englischer Bücher sind andere Titel besser geeignet.

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