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"My father had a face that could stop a clock." |
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Inhalt:
Können Sie sich eine Welt vorstellen, in der Literatur so wichtig
genommen wird, dass es eine Spezialeinheit gibt, um sie vor Fälschern zu
schützen? Als Geheimagentin Thursday Next ihre neue Stelle in Swindon antritt,
ahnt sie schon, dass ihr die größte Herausforderung ihrer Karriere bevorsteht:
Niemand anderes als der Erzschurke Acheron Hades hat Jane Eyre aus dem berühmten
Roman von Charlotte Bronte entführt, um Lösegeld zu erpressen. Eine Katastrophe
für England, das mit dem seit 130 Jahren tobenden Krimkrieg schon genug Sorgen
hat. Aber Thurday Next ist eine Superagentin: clever und unerschrocken. Und wenn
sie wirklich mal in der Klemme sitzt, erscheint aus dem Nichts ihr von der
ChronoGarde ausgestoßener, ziemlich anarchistischer Vater, um für ein paar
entscheidende Minuten die Zeit anzuhalten... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Thursday Next, die Frau mit dem ungewöhnlichen Vornamen und nicht weniger
bizarren Beruf, arbeitet als LiteraTec-Agentin in einem Jahr 1985, das sich von
unserem stark unterscheidet. Literatur hat einen großen Stellenwert in einer
Gesellschaft, die sich ihre Haustiere per Klon-Kit selbst zusammenbasteln kann
und in der man sich darüber streitet, wer nun wirklich Shakespeares Werke
geschrieben hat. Kein Wunder, dass die Welt den Atem anhält, als Acheron Hades
(drittgrößter Schurke der Erde) Charles Dickens Originalmanuskript von "Martin
Chuzzlewit" stiehlt, Thursdays Onkel als Geisel nimmt und ihre Tante Polly in
einem Gedicht von William Wordsworth gefangen hält.
Klingt verrückt? Ist es auch und dabei habe ich
hier noch nicht einmal die Hälfte vom Plot angerissen. "Der Fall Jane Eyre" ist
eine skurrile Mischung aus Krimi und Satire mit einer gehörigen Portion von noch
nie da Gewesenem. Zumindest ist mir noch kein Buch untergekommen, das so
selbstverständlich die Grenzen zwischen Phantasie und Wirklichkeit verwischt und
dem Leser eine Begegnung mit seinen Lieblingen der klassischen Literatur
ermöglicht.
Das Buch lebt vor allem von
seinen Hauptfiguren, allen voran Thursday Next, die schlagfertige und mutige
Frau mit dem domestizierten Dodo (Version 1.2, ohne Flügel). Von ihrem Onkel
Mycroft, der Bleistifte mit eingebauter Rechtschreibprüfung erfindet und ihrem
von der Chrono-Garde gejagten Vater, der sich unaufhörlich durch die Zeit
bewegt. Und natürlich den vielen literarischen Anspielungen auf Charlotte
Brontë, Oscar Wilde oder William Shakespeare.
Man versteht das Buch zwar
auch ohne tiefere Literaturkenntnisse - das Lesen macht aber nur halb so viel
Freude. Eine sinnvolle und spaßige Ergänzung bietet das reichhaltige Angebot auf
Jasper Ffordes Homepage, auf der man nicht nur neue Bilder für den Original
Retinal Bildschirmschoner (©MycroTech Developments) downloaden kann, sondern in
der Sektion "Reader's Contribution" einen
hilfreichen Index für nicht-britische Leser findet. Alles in allem
verspricht der Auftakt zur mittlerweile vierteiligen Thursday-Next-Reihe eine
vergnügliche Abwechslung für Liebhaber der ungewöhnlichen Literatur à la Terry
Pratchett oder Douglas Adams.
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Zur englischen Ausgabe:
Der hohe Anteil an englischen Wortwitzen stellt den Leser vor eine ziemliche
Herausforderung. Allerdings hilft der
Index auf der Homepage des Autoren wirklich weiter und vermag so manche
Lücke zu schließen.
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Drei-Minuten-Rezension von
Lyra, 25. Januar 2005 |
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Rezensiert wurde die Taschenbuch-Ausgabe.
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas
aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Hochwertiges Papier. Hier macht Lesen
gleich noch mehr Spaß. Das Cover ist durchschnittlich und unauffällig. Das
Cover ist ein Blickfang. Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu
große Schriftgröße. Das orange Cover ist sehr auffällig... |
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Passt Cover zum Inhalt: |
ja |
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Erzählperspektive: |
Ich-Perspektive, erlebend (der Ich-Erzähler erlebt die
Geschichte) |
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Einstieg in die Geschichte: |
Spannend, originell, interessant. Der Autor hat sich Mühe
gegeben, den Einstieg zu erleichtern. |
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Plot: |
Originell. Teilweise neue und erfrischende Ideen.
Wow-Effekt. Viele unerwartete Wendungen. Ein Muss für Bücherwürmer. |
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Figuren: |
Vielschichtig und interessant. Sympathisch und mitreißend.
Originell und verrückt. |
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Setting: |
Verrückt, aber glaubwürdig. Auch wenn nicht alles
realistisch wirkt, nimmt man die Utopie doch ab. Gut recherchiert. Der
Autor hat viel Zeit in Hintergrundrecherche investiert. Man bekommt Lust,
nach auftauchenden Romanfiguren aus Literaturklassikern zu recherchieren. |
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Lesefluss: |
Abwechslungsreich. Man kann das Buch kaum aus der Hand
legen. |
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Sprache: |
Originell und ungewöhnlich. Viele Eigenwort-Kreationen des
Autors. |
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Zusatzmaterial: |
Vor jedem Kapitel gibt es Zitate verschiedener
Protagonisten. |
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Stärken: |
Plot (Geschichte), Sprache |
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Schwächen: |
Keine |
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