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David Feintuch


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Kommandant Nick Seafort -
Die Verzweiflung des Fischer

Fisherman's Hope


Teil 4, Nick-Seafort-Reihe
682 Seiten (TB), Lübbe-Verlag
Genre:
Science-Fiction

Bewertung (1-10):


 

"«Aber Wassili ist ein Russe, und wir haben zu wenig Eurasier.» Leutnant Darwin Sleak blätterte durch den Stapel von Mappen auf dem polierten Konferenztisch, jede einzelne davon eine Bewerbung für die Flottenakademie der Vereinten Nationen."

Inhalt:
Nick Seafort, Kommandant der Naval Academy, ist eine Legende, ein Idol der Massen, die ihm den Spitznamen der "Fischer" gegeben haben. Doch sie ahnen nichts von den Seelenqualen eines Mannes, der glaubt, dass die gnadenlosen Pflichten in der Raumflotte ihn dazu gebracht haben, jeden Menschen, den er liebe, zu betrügen, alle Ehrbegriffe, die er hatte, über Bord zu werfen. Ihm bleibt allerdings keine Zeit, sich zu erholen, denn die fremden Wesen aus dem All starten einen neuen Angriff auf die Erde, und Nick muss sich seiner letzten Schlacht stellen ... und seiner letzten - unverzeihbaren - Sünde.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Die letzte, unverzeihbare Sünde, die der Klappentext (ein wenig reißerisch) ankündigt, hat es wirklich in sich. Doch bevor Seafort von seinem Schöpfer Feintuch wieder mal in eine aussichtslose Lage gedrängt wird, hat er Eheprobleme zu bewältigen und einen Job an der Flottenakademie anzutreten. Hier schlägt ihm eine wahre Heldenverehrung entgegen, denn die pubertierenden Kadetten und Fähnriche sind bestens über die Taten ihres Kommandanten informiert.

Feintuch wäre nicht Feintuch, wenn sein Buch nicht von der ersten Seite her fesselnd würde. In der Mitte der Handlung gibt es allerdings einen für mich unnötig in die Länge gezogenen, uninteressanten Abschnitt - hier habe ich seitenweise weitergeblättert und mich zum ersten Mal bei einem Seafort-Roman ernsthaft gelangweilt. Wett gemacht wurde diese einstweilige Schwäche jedoch vom typisch groß angelegten Finale, auf das sich unweigerlich alles zubewegt.

Der Autor bleibt auch im mittlerweile vierten Band seinem Stil treu und mutet seinem Helden allerlei zu. Da dieser zudem zu einem ausgeprägten Gewissen und übertriebener Selbstkasteiung neigt, prallen Welten aufeinander. Trotzdem ist es wieder einmal spannend zu verfolgen, wie Nick scheinbar aussichtslose Situationen löst und hinterher mit sich hart ins Gericht geht. Alles in allem bewerte ich "Kommandant Nick Seafort" wegen des kleinen Tiefs nur mit einer Acht, trotzdem ein lesenswertes Buch, das gegen Ende den sprichwörtlichen "Hammer" bereithält.

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