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David Feintuch


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Captain Nick Seafort - Die Gefangenen
Prisoner's Hope


Teil 3, Nick-Seafort-Reihe
667 Seiten (TB), Lübbe-Verlag
Genre:
Science-Fiction

Bewertung (1-10):

 

"Admiral Tremaine straffte sich und blies entrüstet die Backen auf. «Wem schenken Sie eher Glauben, diesem jungen Schurken, oder mir?»"

Inhalt:
Nick Seafort wird auf die Kolonie Hope Nation versetzt, wo er sich von seinen Verletzungen erholen soll. Doch sein Aufenthalt wird alles andere als erholsam. Als die UN-Raumflotte sich aufgrund eines Angriffs von Außerirdischen zurückzieht, nutzen die Kolonisten die Gelegenheit zu einem Aufstand. Um eine ganze Welt vor der Rebellion und dem Angriff der Aliens zu retten, muß Nick all seine Eide vergessen - und Hochverrat begehen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Was sich in Band 1 und 2 bereits abgezeichnet hat, wird in Band 3 der Nick-Seafort-Reihe geradezu aufdringlich deutlich: Nick ist eine zerrissene Figur, die mehr als die Hälfte seiner Zeit damit zubringt, mit sich zu hadern, sich zu hinterfragen und anzuzweifeln. Wer die Vorgeschichte kennt, weiß, warum dies so ist. Der junge Kapitän, der durch Zufall zu diesem Amt kam, sich darin aber trotz seiner Jugend bewährt hat, ist von Selbstzweifeln erfüllt und die Ich-Perspektive der Bücher bringt diese dem Leser näher. Manchmal fast zu nah, denn - wie ich schon in den beiden vorherigen Rezensionen betont habe - kann die ständige Selbstzerfleischungs Nicks mitunter auf die Nerven gehen. Die Motive für sein Handeln sind klar, aber fast übertreibt Feintuch es etwas damit, seinen Helden zu durchleuchten.

Und auch das Schicksal, dass der Autor dem blutjungen Kapitän zugedacht hat, ist mehr als hart. Mit den Schlägen, die Nick in dieser Hinsicht widerfahren, lassen sich natürlich sein Handeln und seine Gefühle gut erklären, nur drängt sich mir manchmal das Gefühl auf, dass irgendwann eine Grenze erreicht ist. Ich habe bisher drei Bände dieser überaus spannenden Reihe gelesen und frage mich ernsthaft, was alles Nick noch zu erleiden hat, denn die Tendenz der Schicksalsschläge ist steigend. Dennoch, die Bücher sind gut, keine Frage - mit das spannendste, was ich in diesem Genre gelesen habe - aber selten habe ich mich einem Helden gegenüber so zwiegespalten gefühlt. Ich kann sein Handeln fast immer nachvollziehen, aber verstehen kann ich es dennoch manchmal nicht.

Trotz des Unverständnisses angesichts Nickys Wutanfällen, Selbstzweifeln und lebensmüde-heroischen Taten übt die Reihe einen großen Reiz auf mich aus. Vielleicht ja gerade, weil sie gleichzeitig Gedanken wie "Oh, wie kann er nur!?", "Musste ihm das jetzt passieren?" und immer wieder "Ist das spannend!" in mir hervorruft...

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