Buchstaben-Salat-Rezension:
Der jüngste Kapitän aller Zeiten tritt sein zweites
Kommando an: Nick Seafort, bekommt wieder einmal eine knifflige
Aufgabe vorgesetzt. Aliens, ein verräterischer Admiral, aufsässige
Passagiere und private Probleme machen dem jungen Raumschiffkapitän
im zweiten Teil der Nick-Seafort-Reihe schwer zu schaffen. Nick ist
zwar an den Proben, die er im ersten Teil überwinden musste,
gewachsen, wird jedoch immer noch von Selbstzweifeln geplagt. Diese
bilden einen ständigen Unterton im gesamten Buch, der auf der einen
Seite Einblick in Nicks Seelenleben gibt, andererseits aber
passagenweise auch stört.
Nichtsdestotrotz hat Feintuch eine
äußerst spannende Geschichte ersonnen, die mit Wendungen und
interessanten Charakteren gespickt ist. Für mich war es seit langem
ein richtiger Pageturner, den ich in weniger als 24 Stunden
verschlungen habe. Vielleicht liegt dies an der gelungenen Mischung
aus Tragik und altbekannten Figuren: Nick ist mir mit der Zeit zwar
- trotz seiner Cholerik und dem Hang zum einsamen Wolf-Gebaren - ans
Herz gewachsen, doch auch wiederkehrende Charaktere wie Alexi, Derek
und Vax halten den Leser bei der Stange.
Alles in allem ist "Der zweite
Kontakt" ein fesselndes Weltraumabenteuer, das gutem Popcorn-Kino
Konkurrenz machen kann. Nick ist ein Held mit Fehlern, die offen vor
dem Leser ausgebreitet und mitunter etwas nerven können. Doch sie
gehören zu ihm dazu und machen ihn einfach zu dem was er ist.