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"Im Osten braute sich ein Gewitter zusammen." |
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Inhalt:
Die junge Leandra lebt in der Höhlenwelt, einem Ort, der sich viele Meilen im Inneren einer von Magie durchdrungenen Welt befindet. Kurz vor ihrer Aufnahme in die Magiergilde wird sie an einem verbotenen Ort Zeugin eines Mordes, der von geheimnisvollen Kuttenträgern verübt wird. Leandras alter Mentor Munuel fürchtet, dass viel mehr hinter dieser Tat steckt, als es den Anschein hat.
Denn vor Tausenden von Jahren wütete finstere Magie auf der Höhlenwelt, zerstörte Reiche und kostete unzählige Opfer. Leandra schließt sich Munuel an, als er zum Ordenshaus der Gilde in die Hauptstadt Salvagor reist. Für die junge und unerfahrene Frau verspricht dies das große Abenteuer zu werden.
Aber plötzlich steht sie im Mittelpunkt der Ereignisse. Denn die Bruderschaft von Yoor ist auferstanden und will mithilfe ihrer bösen Magie die Herrschaft über die Höhlenwelt an sich reißen. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Bei Harald Evers Höhlenwelt-Zyklus stöhnt die Germanistin in mir auf, weil sein
Schreibstil wirklich verbesserungswürdig ist. Die Bücher sind spannend - keine
Frage, sonst hätte ich nicht alle vier Bände innerhalb kürzester Zeit
verschlungen!
Dennoch gingen mir ein paar Dinge leicht auf die Nerven: Herr Evers scheint ein
Gewohnheitstier zu sein, denn er liebt bestimmte Ausdrücke und setzt diese auch
vielfältig ein. Allen voran die Pronomen "diese" und "dieser". Zitat: "Was hat
diese Leandra gemacht...." usw. Mir ist schon klar, dass der Autor dadurch
ausdrücken will, dass dem Sprecher die genannte Person suspekt, feindlich
gesonnen oder unbekannt ist, doch meiner Meinung nach bedient er sich etwas zu
großzügig dieses Stilmittels! Andere Dinge, wie Leandra, die ihren Lehrmeister Munuel "Alter" nennt, kann ich auch nicht so recht nachvollziehen.
Außerdem störte mich die seltsame Art von Evers, Erotik in die Romane einzubringen. Den Anspruch kann er ja gerne haben, dann aber doch bitte mit etwas mehr Stil! Beziehungen werden in der Höhlenwelt von jetzt auf gleich und oft
in unmöglichen Situationen angefangen. Und vor allem stört mich, dass wirklich alle Männer gut aussehende Muskelpakete sind und alle jungen Frauen nicht nur ständig nackt herum laufen
(siehe Band 1 und 2), sondern ebenfalls stets über ihr Äußeres definiert werden. Beispiel: In einer Diskussion (ich gehe nicht näher auf die Umstände ein) wurde einigen Leuten aus dem Volk eine Frau, die eventuell ein bestimmtes Amt bekleiden sollte, beschrieben und das erste, was die Leute fragten, war "Ist sie auch hübsch?". Da kann meine emanzipierte Seele nur aufstöhnen und ich den Kopf schütteln. Auf Äußerlichkeiten wird meiner Meinung nach viel zu großen Wert gelegt und so gleiten die Charaktere schnell in die Oberflächlichkeit ab.
Insgesamt schafft Evers zwar nicht ein so hohes Niveau wie andere Fantasy-Autoren, ist jedoch mit das Beste, was ich von deutschen Autoren bisher gelesen habe. Die Bücher sind mit gutem Popcorn-Kino zu vergleichen, ohne großen Tiefgang, aber sie schaffen es zu fesseln, bieten viele unerwartete Wendungen und auch einige gute neue Ideen. Wer also über die genannten stilistischen Schwachpunkte hinweg lesen kann und einfach nur einen guten Pageturner sucht, sollte sich ruhig mit der Höhlenwelt befassen.
Ein abschließender Kommentar noch zu Covern der vier Bücher: Wunderbar - endlich einmal eine Buchreihe die es schafft, Cover auszuwählen, die etwas mit dem
Inhalt der Bücher zu tun haben! Die abgebildeten Orte kommen sogar in jeder Geschichte vor, so dass es Spaß macht, beim Lesen darauf zu achten, wann die entsprechende Stelle kommt!
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