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Kate Elliott


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Erben der Nacht
King's Dragon
(2)


Teil 1, Sternenkrone
344 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Auf einem Hügel, der an drei Seiten von Wald und an einer vierten von den Ruinen einer Festung umgeben war, stand ein Steinkreis."

Inhalt:
König Henrys Herrschaft über Wendar wird ihm von seiner Schwester Sabella mit ketzerischen Mitteln streitig gemacht. Dazu droht ein Krieg mit den nicht-menschlichen Eika, die an der Landesgrenze zum Angriff rüsten. Das Schicksal des Königreiches ruht auf den Schultern zweier Waisen, die sich jedoch ihrer Herkunft und Bestimmung nicht bewusst sind: Liath, eine reitende Botin des Königs, und Alain, Knappe im Tross der rebellischen Sabella.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Es gibt Bücher, bei denen ich schon nach zweihundert Seiten nervös werde und mir die Folgebände (sofern es sich um eine Reihe handelt) zulegen muss, damit ich am Ende des Buches nicht ohne Nachschub dastehe. King's Dragon (in der deutschen Übersetzung "Erben der Nacht" und "Im Namen des Königs") ist solch ein Fall, denn das Buch hat mich von Anfang an begeistert.

Dabei ist die Geschichte nicht sonderlich einfallsreich oder wartet mit irgendwelchen raffinierten Plots auf - erzählt wird wieder mal der Kampf Gut gegen Böse, das Schicksal einzelner Figuren und diverse Intrigen in einem Königreich. Doch die Art, wie Kate Elliott dies umsetzt, fesselt und macht neugierig auf das große Ganze.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen zunächst Liath und Alain, die beide in die Geschehnisse des Königreichs Wendar und Varre hineingezogen werden, beide in jeweils feindlichen Lagern. Abwechselnd wird erzählt, wie es den beiden jungen Menschen ergeht und ihre Erlebnisse sind durchweg spannend und interessant. Die Welt, in der Liath und Alain ihre Abenteuer erleben, ist von der Institution Kirche stark geprägt, aber auch Magie kommt in ihr vor - teilweise von der Kirche geduldet. Das religiöse System erinnert sehr an die katholische Kirche und der Glaube spielt eine große Rolle für die Menschen dieser Welt.

Das Buch - ich beziehe mich hier auf die englische Originalausgabe, die deutsche Übersetzung splittet es leider in zwei Teile auf - endet zwar mit einem Cliffhanger, konnte aber soweit alle wichtigen Handlungsfäden wenn nicht beenden, so doch zu einem vorläufigen befriedigenden Ende führen. Dennoch wird hier nur der Grundstein für eine groß angelegte Geschichte gesetzt, denn das Königreich steckt im Chaos und wird neben einer Rebellion in den eigenen Reihen vor allem von den nicht-menschlichen Eika bedroht.

Ich bin gespannt, wie Elliott den Faden weiter spinnen wird - bisher hat sie mich neugierig gemacht und dies vor allem durch ihre spannende Erzählweise und sympathischen Charaktere. Das einzige, was man dem Buch vielleicht vorwerfen könnte, wäre, dass seine Figuren bisher allzu schwarz-weiß gezeichnet sind - wer gut ist, ist dies durch und durch und wer böse ist, halt ebenso...

Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres sprachliches Niveau, für Geübte kein Problem. Besonders interessant für deutsche Leser, die das Original gewählt haben sind die vielen deutschen Begriffe, die Elliott in ihre Geschichte integriert hat.

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