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Kate Elliott


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Die Kathedrale der Hoffnung
Prince of Dogs
(2)


Teil 4, Sternenkrone
478 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Alain sat on Dragonback Ridge, halfway down the spine of the Dragon's Tail and watched the surge and fall of waves on the shore."

Inhalt:
Die nichtmenschlichen Aika haben die wichtige Stadt Gent erobert und planen von dort aus die weitere Eroberung von zivilisierten Gebieten. Ihnen gegenüber steht König Henry und verschiedene seiner Vasallen, die das verlorene Terrain wieder zurückerobern wollen. Doch nicht nur der äußere Feind macht den Menschen das Leben schwer, auch untereinander spinnen verschiedene Interessengruppen ihre Ränke. So verfolgt der machtgierige Mönch Hugh mit einem Magiebuch, das er der Liath, einer Botin des Königs gestohlen hat, dunkle Pläne. Gleichzeitig fristet in der Kathedrale von Gent der Königssohn Sanglant, den alle Menschen schon tot glaubten, ein jämmerliches Dasein - Blutherz, Anführer der Aika, spielt ein grausames Spiel mit ihm. So kommt es schließlich zur Entscheidungsschlacht zwischen Menschen und Aika, deren Ausgang sich immer wieder zugunsten der Aika zu wenden scheint. Für Sanglant ergibt sich schließlich eine Möglichkeit, sich an seinen Kerkermeistern zu rächen.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Die Fortsetzung der Sternenkrone (Teil 3 und 4 im Deutschen, Teil 2 im Englischen) steht dem Anfang in nichts nach. Kurze Zeit nach der Konfrontation zwischen König Henry und seiner rebellischen Schwester Sabella sind noch längst nicht alle Konflikte im Königreich Wendar und Varre bereinigt. Das feindliche Volk der Eika mit ihrem Anführer Bloodheart hält noch immer die Stadt Gent besetzt - wo Sanglant, der Bastardsohn des Königs, eine grausame Gefangenschaft erdulden muss. Niemand weiß, dass er nicht bei der Verteidigung der Stadt gefallen ist und so muss er ausharren, bis der König endlich versucht, die Stadt zu befreien. Dem stehen jedoch der Winter und allerlei Querelen der Adeligen im Wege...

Wie auch im ersten Band geizt Elliott nicht damit, diverse Handlungsstränge nebeneinander laufen zu lassen. Insgesamt sind es rund zehn Stück, von denen allerdings die Hälfte wirklich spannend zu lesen ist und welche die Handlung auch spürbar voran treiben. Bei anderen wiederum konnte ich die Bedeutung für die Geschichte noch nicht wirklich erkennen, hoffe und vermute aber, dass die Figuren darin später noch an Bedeutung gewinnen werden.

Im Gegensatz zum Beginn der Geschichte arbeitet die Fortsetzung stark auf ein furioses Finale hin und das Spannungslevel ist nicht wie in Erben der Nacht und Im Namen des Königs (King's Dragon) fast gleich bleibend hoch, sondern ansteigend. Der Blick auf die Schicksale der Hauptfiguren - allen voran Liath, Alain und Sanglant - wird vertieft und einige wichtige Figuren, die sich bisher noch nicht begegnet waren, treffen nun aufeinander. Alles in allem habe ich dieses Buch als runder empfunden, wenn es auch nicht auf so gleich bleibend spannendem Niveau geschrieben wurde, wie der Vorgänger. Vor allem Liath habe ich ins Herz geschlossen, die endlich etwas von ihrem Misstrauen verloren hat und sich zumindest einigen ihrer Mitmenschen mehr öffnet.

Das Ende des Buches ist, wie schon erwähnt, sehr spannend und löst einige Handlungsfäden auf. Dennoch bleiben genügend Fragestellungen offen bzw. entstehen sogleich neue Konstellationen, so dass man direkt zur Fortsetzung greifen möchte (was ich auch getan habe). Mit Sternenkrone hat Kate Elliott meiner Meinung nach eine komplexe, schön ausgearbeitete Welt geschaffen, in der sich bisher so viele Figuren tummeln, Schicksale ereignen und Konflikte brodeln, dass ich äußerst gespannt bin, wie sie den Faden weiter spinnt und ob es ihr gelingt, dies alles zu einem befriedigenden Ende zu führen.

Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres sprachliches Niveau, für Geübte kein Problem. Besonders interessant für deutsche Leser, die das Original gewählt haben sind die vielen deutschen Begriffe, die Elliott in ihre Geschichte integriert hat.

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