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"Polly Nichols, eine Hure aus Whitechapel, war dem Gin zutiefst dankbar." |
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Inhalt:
London 1888. Die ehrgeizige und begabte Fiona arbeitet als Teepackerin in den Londoner Docks. Ihre Familie lebt in großer Armut und das soziale Elend der Arbeiterschaft droht sie zu erdrücken. Währenddessen schmiedet Fiona mit ihrer großen Liebe Joe Pläne für ein eigenes Geschäft. Doch unter den Arbeitern brechen Aufstände aus, und als ihr geliebter Vater unter ungeklärten Umständen ums Leben kommt, verliert die Familie die Existenzgrundlage. Fiona steht vor einem Scherbenhaufen und all ihre Hoffnungen sind zerstört.
Sie ist gezwungen, London, ihr bisheriges Leben und auch ihren Verlobten Joe zu verlassen. Das Ziel ist New York, wo ihr Onkel einen Lebensmittelladen betreibt. Hier hofft sie, sich eine neue Existenz aufzubauen und den sozialen Aufstieg doch noch zu erreichen. In New York angekommen, erlebt sie einige Überraschungen, bringt es aber mit ihrem Geschick und ihrem Gespür fürs Geschäft sehr weit. Doch auch in der Ferne lässt sie die Vergangenheit nicht los, sie hat noch eine Rechnung mit dem Mörder ihres Vaters zu begleichen. Und auch die Liebe zu Joe treibt sie nach London zurück. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Die Teerose ist das ideale Buch für verregnete Herbst- und Wintertage, denn diese Geschichte
fesselt, geht ans Herz und lässt den Leser tief eintauchen in die ärmlichen
Regionen Londons und später in die lockere Atmosphäre des aufstrebenden New
Yorks. Dabei lebt das Buch vor allem vom Schicksal Joes und Fionas, die sich
beide auf ihre Weise aus den baufälligen Hütten der Londoner Docks hocharbeiten.
Donnelly gelingt es dabei besonders gut, all die
vielen Personen, die im Laufe des Buches auftauchen, sympathisch und realistisch
zu skizzieren, so dass ihre relativ große Menge eigentlich gar nicht auffällt.
Bei vielen Szenen musste ich mich dabei ertappen, dass ich zum Taschentuch griff
- was mir sonst eher selten passiert. Besonders Fionas mitreißender Charakter
hat mir sehr gut gefallen, vor allem die Begeisterung und ihr feines Gespür, mit
der sie später ihr Geschäft aufbaut, ließen mich kapitelweise nicht mehr los.
Kein Wunder, dass mich ständig eine Kanne Tee beim Lesen des Buches begleiten
musste *g*. Falls ich
überhaupt etwas negatives zum Buch anmerken könnte, ist das sicherlich
Geschmackssache. Ich persönlich mag die Vorliebe Donnellys, den Ausgang einer
Handlung zu erzählen, bevor sie überhaupt erst den Weg dorthin erzählt, nicht
allzu sehr. Mit der Zeit gewöhnte ich mich zwar an diese Eigenart (mit diesem
Stil ist sie ja auch nicht alleine), aber ich lese die Geschehnisse lieber
chronologisch - umgekehrt geht ein wenig an Spannung verloren...
Nichtsdestotrotz ist Die Teerose ein Buch, das
ich jedem, der eine lebhaft geschriebene, atmosphärisch dichte Geschichte mit
ein bisschen Tragik und einem Schuss Krimi (es spielt ja nicht umsonst im
ausgehenden London des 19. Jahrhunderts - ich sage nur Whitechapel-Mörder...) nur
wärmstens empfehlen kann! |
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Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres sprachliches Niveau, denn die Autorin verwendet die Dialekte
der Unterschicht Londons (Cockney...), was ein wenig Eingewöhnung bedarf. Für
Einsteiger eher nicht geeignet, für Fortgeschrittene jedoch ein Genuss!
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