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"His face wet with sweat and with tears, the man runs for freedom,
he runs for his life." |
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Inhalt:
Die Schülerin Geneva Settle möchte eigentlich in Ruhe für eine
Hausarbeit in der Bibliothek recherchieren, als sie zur
Zielscheibe eines Profi-Killers wird. Thompson Boyd wurde aus
unbekannten Gründen auf das junge Mädchen angesetzt. Doch sein
erster Versuch Geneva zu töten scheitert und die Kriminalpolizei
inklusive Superhirn Lincoln Rhyme treten auf den Plan. Spuren am
Tatort - darunter die Tarot-Karte "Der Gehenkte" - führen Rhyme
zu der Annahme, dass der Mörder nicht eher von Geneva ablassen
wird, bis sie tot ist. Mit der Unterstützung seiner Kollegen
Fred Dellray, Mel Cooper
und Lon Sellitto versuchen Rhyme und Assistentin Amelia Sachs
dem hartnäckigen Mörder und seinen Hintermännern auf die Spur zu
kommen... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Nach dem sogar für Deavers Verhältnisse ungewöhnlich
spannenden "Der faule Henker" schaltet der Autor im sechsten Band um
den gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme und seine Kollegin Amelia
Sachs einen Gang zurück. Mit Geneva Settle kreiert Deaver eine
Hauptfigur, die mir auf Anhieb sympathisch war und sich durch ihren
ungewöhnlichen Lebensstil (der im weiteren Verlauf der Geschichte
offenbart wird) vom "normalen" Opfer unterscheidet. Thompson Boyd
hat es nicht leicht mit der klugen Schülerin, denn clever und
geistesgegenwärtig entgeht sie seinem ersten Anschlag. Mit der Zeit
entwickelt sich ein wahres Katz-und-Maus-Spiel, das vor allem gegen
Ende mit den - für Deaver üblichen - spektakulären Wendungen
aufwartet.
Allmählich nutzt sich Deavers Stil
ein wenig ab: Wie schon in den letzten Bänden ist die Geschichte
nach 3/4 scheinbar zu Ende, doch die verbliebenen Seiten weisen
darauf hin, dass nichts ist, wie es scheint und der Autor noch
einige Überraschungen in petto hat. So auch in diesem Buch, doch
diesmal wirkt das "große Finale" auf mich mechanisch und künstlich
ausgedehnt. Meiner Meinung nach sollte Deaver sich in Zukunft von
seinem Strickmuster lösen, ansonsten werden seine Romane zu
vorhersehbar. Auch wenn ich nicht weiß, was für eine Überraschung
auf mich wartet, dass Wissen, DASS es eine geben wird, verdirbt
schon den halben Spaß.
Insgesamt ist "The Twelfth Card" ein
spannender Psycho-Thriller, gehört aber in der Rhyme-Sachs-Reihe zu
den schwächeren. Vielleicht war das Feuerwerk, das Deaver in "Der
faule Henker" gezündet hat, einfach zu bombastisch, so dass der
nächste Band zwangsläufig blasser erscheint.
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Zur englischen Ausgabe:
Das Lesen wird für Nicht-Muttersprachler durch zahlreiche Slangworte
und ganze Unterhaltungen in AAVE (African-American Vernacular
English), der "Sprache" der Bronx, zu einer Herausforderung. Nichts
für jemanden, der es zum ersten Mal mit einem englischen Buch
versuchen möchte.
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