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Jeffery Deaver


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The Twelfth Card (3)

 

 


Teil 6, Rhyme-Sachs-Reihe
416 Seiten (HC), Simon & Schuster
Genre: Psycho-Thriller

Bewertung (1-10):

"His face wet with sweat and with tears, the man runs for freedom,
he runs for his life."

Inhalt:
Die Schülerin Geneva Settle möchte eigentlich in Ruhe für eine Hausarbeit in der Bibliothek recherchieren, als sie zur Zielscheibe eines Profi-Killers wird. Thompson Boyd wurde aus unbekannten Gründen auf das junge Mädchen angesetzt. Doch sein erster Versuch Geneva zu töten scheitert und die Kriminalpolizei inklusive Superhirn Lincoln Rhyme treten auf den Plan. Spuren am Tatort - darunter die Tarot-Karte "Der Gehenkte" - führen Rhyme zu der Annahme, dass der Mörder nicht eher von Geneva ablassen wird, bis sie tot ist. Mit der Unterstützung seiner Kollegen
Fred Dellray, Mel Cooper und Lon Sellitto versuchen Rhyme und Assistentin Amelia Sachs dem hartnäckigen Mörder und seinen Hintermännern auf die Spur zu kommen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Nach dem sogar für Deavers Verhältnisse ungewöhnlich spannenden "Der faule Henker" schaltet der Autor im sechsten Band um den gelähmten Ermittler Lincoln Rhyme und seine Kollegin Amelia Sachs einen Gang zurück. Mit Geneva Settle kreiert Deaver eine Hauptfigur, die mir auf Anhieb sympathisch war und sich durch ihren ungewöhnlichen Lebensstil (der im weiteren Verlauf der Geschichte offenbart wird) vom "normalen" Opfer unterscheidet. Thompson Boyd hat es nicht leicht mit der klugen Schülerin, denn clever und geistesgegenwärtig entgeht sie seinem ersten Anschlag. Mit der Zeit entwickelt sich ein wahres Katz-und-Maus-Spiel, das vor allem gegen Ende mit den - für Deaver üblichen - spektakulären Wendungen aufwartet.

Allmählich nutzt sich Deavers Stil ein wenig ab: Wie schon in den letzten Bänden ist die Geschichte nach 3/4 scheinbar zu Ende, doch die verbliebenen Seiten weisen darauf hin, dass nichts ist, wie es scheint und der Autor noch einige Überraschungen in petto hat. So auch in diesem Buch, doch diesmal wirkt das "große Finale" auf mich mechanisch und künstlich ausgedehnt. Meiner Meinung nach sollte Deaver sich in Zukunft von seinem Strickmuster lösen, ansonsten werden seine Romane zu vorhersehbar. Auch wenn ich nicht weiß, was für eine Überraschung auf mich wartet, dass Wissen, DASS es eine geben wird, verdirbt schon den halben Spaß.

Insgesamt ist "The Twelfth Card" ein spannender Psycho-Thriller, gehört aber in der Rhyme-Sachs-Reihe zu den schwächeren. Vielleicht war das Feuerwerk, das Deaver in "Der faule Henker" gezündet hat, einfach zu bombastisch, so dass der nächste Band zwangsläufig blasser erscheint.

Zur englischen Ausgabe:
Das Lesen wird für Nicht-Muttersprachler durch zahlreiche Slangworte und ganze Unterhaltungen in AAVE (African-American Vernacular English), der "Sprache" der Bronx, zu einer Herausforderung. Nichts für jemanden, der es zum ersten Mal mit einem englischen Buch versuchen möchte.

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