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Jeffery Deaver


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Der faule Henker
The
Vanished Man (2)


Teil 5,
Rhyme-Sachs-Reihe
480 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Psycho-Thriller

Bewertung (1-10):

"Greetings, Revered Audience. Welcom. Welcom to our show."

Inhalt:
Qualvoll stirbt ein junges Mädchen in einer New Yorker Musikschule. Der Täter flieht in einen fensterlosen Probenraum. Drinnen fällt ein Schuss, bevor die Polizei das Zimmer stürmen kann. Es ist leer… Für Lincoln Rhyme, den gelähmten Ermittler, und seine ambitionierte Partnerin Amelia Sachs ist sofort klar: Es war nicht der letzte Mord dieses Täters. Zu demonstrativ und lustvoll missbraucht er die Tricks großer Magier wie Houdini oder wie David Copperfield, zu schlau sind seine Ablenkungsmanöver. Und schon nach wenigen Stunden schlägt der Mörder tatsächlich ein zweites Mal zu. Wieder liefert er einen beeindruckenden Beweis seiner Täuschungskunst und lässt die Ermittler ratlos zurück: Was ist Trick, was ist Wirklichkeit?

Die junge Magierin Kara wird als Beraterin hinzugezogen und klärt Lincoln Rhyme über die psychologischen Hintergründe der Illusionswirkung und die Tricks der großen Könner auf: Rhyme und Sachs müssen zuerst den perfiden Plan hinter den vordergründigen Effekten entschlüsseln, um einen letzten grausigen Racheakt zu verhindern. Den akribisch geplanten Höhepunkt in der mörderischen Glanzvorstellung eines psychopathischen Magiers…

Buchstaben-Salat-Rezension:
Im fünften Thriller um den gelähmten Kriminologen Lincoln Rhyme und seine draufgängerische Assistentin Amelia Sachs sieht sich das Ermittlerduo mit einer ganz neuen Sorte Verbrecher konfrontiert – dem Magier Malerick, der sich als undurchsichtiger und anspruchsvoller Gegner der New Yorker Polizei entpuppt. Stets mit einem imaginären „verehrten Publikum“ kommunizierend, verübt Malerick grausame Morde, die allesamt an berühmte magische Kunststücke angelehnt sind und treibt seine Verfolger mit falschen Hinweisen und genialen Verkleidungen zur Verzweiflung. Doch dank der Hilfe einer jungen Nachwuchsmagierin erhalten die Ermittler Einblick in die geheimnisvolle Welt des Täters und kommen dem ungewöhnlichen Serienmörder auf die Spur – doch ob es die richtige oder nur eine falsche Fährte ist, bleibt zunächst Malericks Geheimnis.

Wie bereits in den vier vorangegangenen Fällen mit Rhyme und Sachs beweist Deaver erneut, dass er großen Einfallsreichtum besitzt und bei ihm kein Thriller wie der andere ist. In „Der faule Henker“ ist der Mörder so undurchschaubar, wie seine Tricks – Motiv und Methode seiner Taten bleiben lange Zeit im Dunkeln und die Polizei wird über große Strecken buchstäblich an der Nase herumgeführt. Eine große Herausforderung für Lincoln Rhyme, der sich nach und nach in die Denkweise des Magiers hineinversetzt und diesen dennoch nicht zu fassen bekommt. Zumindest fürs erste, denn Rhyme wäre nicht Rhyme, wenn er an einer Herausforderung scheitern würde…

Bemäkeln könnte man an diesem spannenden und originellen Thriller die Vielzahl der unerwarteten Wendungen, die durch ihre Häufung vielleicht nicht mehr ganz unterwartet bleiben. Wer die Bücher der Reihe kennt, wird hieran gewöhnt sein – Deaver hält sich einfach gerne ein Hintertürchen offen und führt den Leser dadurch auf eine vollkommen neue Ebene eines vermeintlich gelösten Kriminalfalls. Dabei gerät die eine oder andere Überraschung etwas unglaubwürdig, aber wer durch und durch glaubwürdige Geschichten lesen will, sollte sich anderer Literatur bedienen – hier dominiert einfach das Motto „Wirkung vor Logik“.

 Fazit: Ein wendungs- und temporeicher Thriller in der Rhyme-Sachs-Reihe, dessen Reiz vor allem in der Verbindung von magischen Zaubertricks, einem ausgebufften Serienmörder mit undurchschaubaren Motiven und dem hartnäckigen Ermittlerduo liegt. Und wie in den anderen Bänden kommt auch die private Seite von Rhyme und Sachs nicht zu kurz.

Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres Niveau, einige forensische Fachausdrücke bedürfen sicherlich des ein oder anderen Griffs zum Wörterbuch.

Drei-Minuten-Rezi von Silke S., 14. Oktober 2004

Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.

Aufmachung: Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas aus und taugt zu mehrfachem Lesen.
Hochwertiges Papier. Hier macht Lesen gleich noch mehr Spaß.
Das Cover ist ein Blickfang.
Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße.
Passt Cover zum Inhalt: ja
Erzählperspektive: Neutraler Erzähler (Erzähler zieht sich aus der Personenwelt vollkommen zurück).
Einstieg in die Geschichte: Geheimnisvoll. Reizt zum Weiterlesen.
Plot: Wow-Effekt. Viele unerwartete Wendungen.
Figuren: Vielschichtig und interessant.
Setting: Verrückt, aber glaubwürdig. Auch wenn nicht alles realistisch wirkt, nimmt man die Utopie doch ab.
Lesefluss: Abwechslungsreich. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen.
Sprache: Präzise und treffend. Man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen.
Zusatzmaterial: nicht vorhanden
Stärken: Plot (Geschichte)
Charakterzeichnung
Schwächen: Das Ende war etwas schwach.
 
 

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