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Jeffery Deaver


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Der Insektensammler
The Empty Chair


Teil 3,
Rhyme-Sachs-Reihe
480 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Psycho-Thriller

Bewertung (1-10):

"Sie kam hierher, um Blumen an der Stelle niederzulegen, wo der Junge getötet und das Mädchen entführt worden war."

Inhalt:
Lincoln Rhyme, der geniale gelähmte Ermittler, will sich in North Carolina einer riskanten Operation unterziehen. Doch kaum angekommen, werden er und seine Assistentin Amalia Sachs in einen spektakulären Entführungsfall involviert. Verdächtigt wird ein sonderbarer junger Mann, der man nur "den Insektensammler" nennt. Als das Ermittlungsteam endlich das Versteck des Jungen in den undurchdringlichen Sümpfen ausfindig macht, geschieht das Unfassbare: Amalia wechselt die Fronten - und stellt sich auf die Seite des Entführers.

 
 

Buchstaben-Salat-Rezension:
Der dritte Teil der spannenden Thriller-Reihe um den gelähmten, bärbeißigen Kriminalisten Lyncoln Rhyme und seine Assistentin Amelia Sachs führt das Ermittlerduo aus dem staubigen New York ins heiße, stickige North Carolina. In einer Rahmenhandlung geht es um eine anstehende, riskante Operation, die Rhyme im besten Fall ein wenig mehr Bewegungsfreiheit verschaffen, ihn im schlimmsten Fall aber auch töten könnte. Was kommt dem Kriminalisten da zur Ablenkung gelegener, als ein Entführungsfall, bei dem ein absonderlicher Teenager die Rolle des Kidnappers inne hat.

Rhyme und Sachs verlassen ihr gewohntes, wohl kartographiertes Parkett der New Yorker Großstadt und sehen sich mit einem Fall konfrontiert, indem sie - wie Amelia so treffend bemerkt - wie Fische auf dem Trockenen agieren müssen. Die Natur und die mit ihr verbundenen Möglichkeiten, Fallen zu stellen oder sogar zu töten, spielen eine große Rolle bei der Jagd auf den jugendlichen Täter. Hier helfen Rhymes Spurenexpertisen nur bedingt, auch Einfühlungsvermögen und Improvisationstalent sind in diesem Fall gefragt - etwas, worüber eher Amelia als Lincoln verfügt. Dennoch verläuft die Auflösung des Falles fast routiniert, Rhymes analytischer Verstand ist bald auf der richtigen Spur - bis Deaver eine wirklich interessante Wendung einbaut, bei dem das bewährte Team auseinander gerissen wird.

Insgesamt hat mir "Der Insektensammler" sehr gut gefallen. Das andere Setting sowie der interessante Charakter des Jungen haben wesentlich dazu beigetragen. Hier trifft Experte auf Experte - Ryhme, der Herr über Staubkörner und Bodenproben gegen Garrett, der sich in der Welt der Insekten bestens auskennt und dieses Wissen für seine Zwecke einzusetzen weiß. Ein wenig klischeehaft ist die Darstellung der ländlichen Polizei, die die Hilfe der Fachleute aus der Großstadt in Anspruch nimmt und die daraus entstehenden, bekannten Konflikte.

Alles in allem eine gelungene Mischung aus psychologischen und kriminalistischen Elementen, die zusammen einen - wie gewohnt - wendungsreichen Fall ergeben.
 

Besucherrezension von Silke, 25. November 2003

Die Geschichte setzt da an, wo der Vorgänger Letzter Tanz aufhört. Lincoln, glücklich mit Amalia Sachs, möchte sich operieren lassen  um seine querschnittsgelähmte Bewegungsfreiheit evtl. erweitern zu können. Die Operation jedoch birgt sehr große Risiken. Noch bei der Vorbesprechung vor der OP sind Amalia und Lincoln in North Carolina in einer Spezialklinik! Aber auch dort, ist man vor seiner Arbeit nicht sicher, wie Lincoln erkennen muss, denn von der dortigen FBI-Sozialeinheit kommt ein dringender Hilferuf. Sie brauchen ihn, Lincoln, dringend und sofort bei einem wichtigen Fall. 

Der Fall zieht immer weitere Kreise, und wenn man dachte, die ersten beiden Bücher über den querschnittsgelähmten Ermittler könnten sich nicht steigern, hat man sich grundlegend getäuscht. Der Autor versteht es, den Leser in die Irre zu führen, hinzuhalten und immer wieder zu überraschen.

 

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