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Jennifer Crusie


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Liebe und andere Zufälle
Bet me
(1)



447 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Liebe

Bewertung
(1-10):

"Es war einmal vor langer Zeit, dachte Minerva Dobbs, als sie inmitten einer von Lärm erfüllten Yuppie-Bar stand, da war die Welt noch voller brauchbarer Männer."

Inhalt:
Die selbstbewusste, 33-jährige Min Dobbs traut ihren Ohren nicht: Der Zufall will es, dass sie mit anhören muss, wie um sie gewettet wird. Calvin Morrissey, der Schwarm aller Frauen, soll ausgerechnet sie – mit ihrer unübersehbaren Vorliebe für gutes Essen und deutlichen Abneigung gegen zu viel männlichen Charme – innerhalb eines Monats verführen. Zuerst ist Min empört, aber dann plant sie, Calvin mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Doch das Schicksal hält für beide eine große Überraschung bereit…

Buchstaben-Salat-Rezension:
Drei Dinge haben mir am neusten Buch von Jennifer Crusie ausgenommen gut gefallen: 1. Die Heldin ist nicht schlank und überirdisch schön (was bei Crusie sowieso selten vorkommt), 2. der Humor der Protagonisten ist klasse und 3. es kommt kein Hund vor. Als einziger Nachteil fällt mir ein, dass man unbändige Lust auf "Chicken Marsala" bekommt, die nicht zu stillen ist, weil man entweder keinen Emilio in der Nähe hat oder genauso schlecht kocht wie Min. Und da wären wir auch schon bei ihr, der schlagfertigen und pummeligen Heldin von "Liebe und andere Zufälle", dessen Titel wohl besser "Wetten dass..." gelautet hätte. Gewettet wird nämlich alle paar Seiten, meist um Min und ihr Liebesleben.

Die Geschichte ist kurz umrissen: Drei Männer und drei Frauen Mitte dreißig treffen aufeinander und ergeben drei vollkommen unterschiedliche Beziehungskonstellationen. Liebe auf den ersten Blick, One-Night-Stand und - Min und Cal. Die beiden sind in keine Schublade zu packen, höchsten noch in "Sie liebten und sie schlugen sich.". Sie umkreisen sich wie zwei wachsame Dobermänner und merken bei all den scharfzüngigen Wortwechseln und Machtspielchen nicht, dass sie füreinander bestimmt sind. Erfrischend - endlich einmal landen Held und Heldin nicht auf S. 250 im Bett, um sich danach gehörig zu streiten und auf den letzten Seiten erneut in den Federn zu landen. Das Buch macht einfach nur Spaß, die Randgeschichten (z.B. um Mins Schwester und ihre bevorstehende Hochzeit, Cals Neffen Harry oder Mins Kohlehydrathassende Mutter Nanette) geben einen extra Kick und der Humor - aber das sagte ich ja schon.

Fazit: Eines der witzigsten Bücher von Jennifer Crusie, das auf keiner Seite langweilig wird - und Hunger auf "Chicken Marsala" macht.

Zur englischen Ausgabe:
Einfaches Sprachniveau, für Anfänger einen Versuch wert.

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