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"An einem trüben Nachmittag im März, in demselben Klassenzimmer der
High-School, in dem sie seit dreißig Jahren saß und ihrer besseren Hälfte mit
unterdrückter Wut zum zweiundsiebzigsten Male, seit sie sich kannten, erklärte,
dass sie um sechs nach Hause komme, weil es Mittwoch war und sie mittwochs immer
um sechs nach Hause kam («Genau wie immer, Bill»), hob Quinn McKenzie den Blick
von den Auquarellarbeiten ihrer Schüler vor ihr auf dem Pult und begegnete ihrem
Schicksal." |
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Inhalt:
Quinn McKenzie, 35, wäre eine Bilderbuch-Schwiegertochter: attraktiv, gebildet und in keinster Weise zu Diskussionen neigend. Bill Hilliard, ihr Freund seit High-School- Tagen, Sportskanone und begehrtester Mann am Platz, sieht daher einem ihrer erneuten Anfälle von unmotivierter Tierliebe gelassen ins Auge:
Nicht zum ersten Mal bringt Quinn einen streunenden Hund mit nach Hause, den Bill nicht zum letzten Mal schnellstens wieder hinausbefördert. Denn normalerweise lässt sich Quinn problemlos davon überzeugen,
dass ein Hund nur Dreck und Ärger macht. Doch bei Katie, der Mischlingshündin mit dem seltsamen Blick, schaltet Quinn auf einmal auf stur.
Wie Schuppen fällt es ihr plötzlich von den Augen, dass ihr Leben so langweilig ist wie Bills heiß geliebter beigebrauner Teppich - den sie noch nie leiden konnte. Die Konsequenz: Sie zieht kurzerhand aus. Diese Entscheidung ist folgenreich, denn sowohl Quinns beste Freundin Darla, die als Friseuse immer rüber alles in der Kleinstadt informiert ist, als auch Quinns Mutter haben schon lange das Gefühl,
dass sich in ihrem Leben etwas ändern sollte: Fade und langweilig sind ihre Ehen geworden und benötigen dringend etwas Politur.
Doch erst als Quinn demonstriert, wie einfach das ist, kann der Frühjahrsputz beginnen. Und Quinn setzt alles daran, diesmal den richtigen Mann zu erobern - Widerstand ist zwecklos. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Jennifer Crusie hat eindeutig eine Vorliebe für kleine, meist hässliche Hunde.
Solch eine Ratte auf Stelzen belebt nämlich auch "Frühjahrsputz" und sorgt
dafür, dass sich das Leben der eher biederen Quinn gründlich ändert. Beginnen
tut dies mit ihrer Trennung vom allseits geachteten, aber stinklangweiligen
Coach Bill und enden mit - na ja, lesen Sie selbst...
Das Buch ist durchweg frisch, frech und witzig
geschrieben und beinhaltet sogar einige spannende Momente, die fast in Richtung
Thriller gehen. Da es jedoch ein Buch von Jennifer Crusie ist, nimmt dieser Teil
nie Überhand, sondern meist steht die Liebe und ihre Verwicklungen im
Mittelpunkt. Mit Quinn dazu eine interessante Frau, die ihr Leben wirklich einem
wahren Frühjahrsputz unterzieht und damit so manche Frau in ihrer Umgebung
ansteckt.
Natürlich ist
das Schema dieses Buches nicht vollkommen neu und erinnerte mich ein wenig an
"Die Gerüchteköchin" wo ebenfalls eine Frau Mitte 30 ihr Leben komplett
umkrempelt. Crusie gelingt es jedoch, dem ganzen neue Aspekte zu verleihen und
so fallen sich die beiden Protagonisten glücklicherweise nicht schon nach
150 Seiten glücklich in die Arme, um den Rest des Buches über zu streiten und
sich auf der letzten Seite wieder zu versöhnen.
Fazit: Lockere,
leichte Lektüre, für die man sich am besten einen ganzen Abend Zeit nimmt. |
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