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Michael Crichton

"Es ist jetzt Mitternacht. Das Haus ist dunkel. Ich weiß nicht, wie die Sache ausgehen wird. Den Kindern ist fürchterlich schlecht, sie übergeben sich."

Inhalt:
Der Biotechnologe Jack steigt aus dem Helikopter, die flirrende Hitze nimmt ihm schier den Atem. Vor ihm liegt mitten in der Wüste von Nevada die Forschungsstation der Firma Xymos. Das weltweit agierende Nanotechnologie-Unternehmen stellt im Auftrag des Pentagons Miniaturkameras für die Kriegsführung her, die auf der Struktur von Bakterien aufbauen. Aber dem Forscherteam ist bei der Produktion ein folgenreicher Fehler unterlaufen. Über Wochen hinweg entwichen mutierte Mikroroboter aus dem Labor durch ein nur unzureichend abgedichtetes Lüftungsrohr in die Wüste.

Jack, der das Computerprogramm entwickelt hat, mit dem Xymos arbeitet, soll retten, was noch zu retten ist. Denn die Partikel lassen sich nicht mehr kontrollieren. Sie finden sich zu einem Schwarm zusammen, der in immer neuen Kampfformationen zunächst nur Kaninchen und Kojoten, schließlich auch Menschen jagt, sie tötet oder - schlimmer noch - in ihnen weiterlebt und nach und nach alle Zellen ersetzt! Mit der Zeit erkennt Jack, dass die Forscher seinen Kampf gegen die Killerwolke zu behindern versuchen. Warum nur ignorieren seine vermeintlichen Mitstreiter die Tragweite des Produktionsfehlers? Langsam dämmert ihm die furchtbare Wahrheit.

3-Minuten-Rezension von Hummel, 16. April 2005
Rezensiert wurde die Taschenbuch-Ausgabe.
 
Aufmachung: Durchschnittliche Bindung, normaler Buchrücken. Man sieht dem Buch hinterher an, dass es gelesen wurde. Normales Papier. Durchschnittliche Papierstärke. Das Cover ist durchschnittlich und unauffällig. Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße.
Erzählperspektive: Auktorialer Erzähler (Erzähler ist allwissend, kommentiert, deutet an, blendet vor und zurück im Geschehen).
Einstieg in die Geschichte: Durchschnittlich - weder langweilig noch besonders interessant. Ein zeitlicher "Vorausblick" am Anfang soll der Geschichte etwas "Druck" verleihen. Dadurch leidet dann aber die potentiell mögliche Vielschichtigkeit.
Plot: Durchschnitt. Weder neu noch alt.
Figuren: Weder durch und durch gut bzw. böse.
Setting: Blass und farblos. Hier hat sich der Autor kaum Mühe gegeben.
Lesefluss: Abfallende Spannung. Spannender Anfang, danach flacht es ab.
Sprache: Präzise und treffend. Man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen.
Zusatzmaterial: nicht vorhanden
Stärken: Plot (Geschichte)
Schwächen: keine
Letzte Worte: Wie viele technophobisch angehauchte Werke verlässt auch dieses nach anfänglichen Rückgriffen auf reale Gegebenheiten schnell den Boden der Tatsachen, Crichton versucht, durch Zitate Glaubwürdigkeit einzubringen, ähnlich wie Dan Brown, der aber die Grenze zwischen Realität geschickter und unmerklicher zieht.
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