Buchstaben-Salat-Rezension:
Auch im zweiten Band der insgesamt elfteiligen Reihe arbeiten
Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta und der mürrische Polizist Marino an einem
gemeinsamen Fall. Eine Schriftstellerin wurde brutal ermordet und obwohl sie
bereits von einem Unbekannten bedroht wurde, ließ sie ihren Mörder einfach ins
Haus. Dort nahm das Schicksal dann seinen Lauf...
Wie schon in "Ein Fall für Kay Scarpetta", geht
es auch in diesem Buch nicht ohne Skalpell und Autopsietisch vonstatten.
Scarpetta bekommt einiges zu tun und kann neben der forensischen Arbeit erneut
nicht davon lassen, ihre Spürnase tiefer in den Fall zu stecken. Und gerät auch
dieses Mal in die Schusslinie des Mörders...
Das ist auch eines der wenigen Dinge, die ich
diesem - und einigen anderen Teilen der Reihe - vorwerfen kann. In Cornwells
Augen ist das Finale eines Thrillers anscheinend nicht spannend, wenn die
Hauptperson nicht auch in das Visier des Killers gerät. Auf dieser Schiene
fahren mittlerweile sehr viele Thriller-Autoren und irgendwann langweilt es
einfach! Mehr Distanz der Protagonistin zum Bösewicht und ein etwas
originellerer Showdown würden dem Buch sicherlich nicht schaden.
Ansonsten routinierte, aber spannende
Unterhaltung, bei der man einiges über die gerichtsmedizinische Arbeit erfahren
kann. Die Figur der Scarpetta selbst ist mit ihrer Kühlheit nicht jedermanns
Sache, ich kann mit ihr "leben", solange die Fälle nicht in Einheitsbrei
abrutschen. Auch Privates - diesmal in Form von Jugendliebe Marc - kommt wieder
nicht zu kurz...