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Ein Fall für Kay Scarpetta
Postmortem


Teil 1, Kay-Scarpetta-Reihe
383 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Medical Thriller

Bewertung (1-10):

"Am Freitag, dem 6. Juni, regnete es in Richmond."

Inhalt:
Dr. Kay Scarpetta ermittelt als Leiterin der Gerichtsmedizin im Fall eines mehrfachen Frauenmörders, der in Virginia sein Unwesen treibt. Doch plötzlich werden die Untersuchungen auf mysteriöse Weise gestört. Als ein weiterer Mord geschieht, will Dr. Scarpetta dem Täter eine Falle stellen.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Dies ist der erste Band der mittlerweile elf Bücher umfassenden Reihe um die Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta. Scarpetta ist eine Einzelgängerin und muss sich in einer Männerwelt von Polizisten und FBI-Agenten durchsetzen. Dabei reicht es ihr nicht, nur ihrem Job nachzugehen, also Leichen zu obduzieren, Todesart / -ursache und dergleichen festzustellen, sondern sie möchte mehr tun für die manchmal namenlosen und nicht selten grausam zugerichteten Leichen, die ihr auf den Tisch kommen.

Scarpetta sieht es als ihre Aufgabe an, sich aktiv an der Aufklärung von Verbrechen zu beteiligen - nicht immer zur Freude der Polizei und oft auch gegen ihre persönliche Sicherheit. Sehr wichtig in den Romanen wird dabei der mürrische Polizist Pete Marino - die beiden werden mit der Zeit ein ungleiches, aber effektives Ermittlerduo.

Was mich ein wenig an diesem Buch - und auch später in der Reihe - gestört hat, ist das immer wiederkehrende Muster, dass Scarpetta in das Visier des gerade aktuellen Serienmörders gerät und die Geschichte dadurch unvermeidlich auf immer denselben Showdown zusteuert. Etwas mehr Originalität wäre hier angebracht, aber da dies das erste Buch einer langen Reihe ist, kann ich ihm kaum vorwerfen, was mich erst mit der Zeit genervt hat (möchte es aber dennoch schon jetzt erwähnen).

Ansonsten ist Scarpetta jedoch stets Garantin für spannende, nicht immer unter der Ekelgrenze bleibende Fälle, in denen einmal nicht die Ermittlungsarbeiten nur aus polizeilicher Sicht, sondern auch aus gerichtsmedizinischer Sicht geschildert werden. Wer über einen halbwegs starken Magen verfügt und nicht allzu zimperlich ist bei detaillierten Obduktionsbeschreibungen, wird sicherlich Freude haben an diesem Serienauftakt.

P.S.: Wer hat bloß das deutsche Cover zu verantworten? Scarpetta entspannt am Fenster, lesend und neben ihr die Reste eines Abendessens für Zwei? Niemals...

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