Buchstaben-Salat-Rezension:
Harry Bosch wird von einer Eliteeinheit der Polizei von Los Angeles ins
Morddezernat Hollywood versetzt. In einem vermeintlichen Überdosis-Opfer erkennt
er einen alten Kameraden aus dem Vietnamkrieg und findet Indizien für Mord. Aus
dem harmlosen Routinefall entwickelt sich eine verzwickter Kriminalgeschichte,
in der auch das FBI seine Finger hat.
"Schwarzes Echo" ist der erste Teil der momentan
zehnteiligen Reihe um den unkonventionellen Polizisten Harry Bosch. Die Stärke
des Buches ist weniger der Plot - dieser ist eher von durchschnittlicher
Qualität - sondern vor allem der zynische Einzelgänger Bosch, der sich nicht
scheut, anzuecken und stoisch seiner Wege geht, sehr zum Missfallen diverser
Vorgesetzter. Interessant fand ich die Thematik der Veteranen aus dem
Vietnamkrieg. Harry Bosch war, wie das Mordopfer, eine Tunnelratte und damit ein
Spezialkämpfer, der den Vietkong in den vielen Tunneln unter den Dörfern
Vietnams bekämpfte. Dies hat Spuren hinterlassen beim Einzelgänger Bosch, der
kaum jemanden nahe an sich heran kommen lässt - auch wenn wir im Buch erfahren,
dass sogar er einen weichen Kern hat.
Fazit: Ein viel versprechender Auftakt zur Reihe
um Kettenraucher Harry Bosch. Wenn sich die Kriminalfälle noch ein wenig
steigern, ausgezeichnetes Futter für jeden Thriller-Fan.