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James Clemens


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Das Buch des Feuers
Wit'ch Fire
(1)


Teil 1, Alasea
512 Seiten (TB), Heyne Verlag
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Drums beat back the stillness of the winter's valley,
snow etching the landscape in silver."

Inhalt:
Elena, ein 13-jähriges Mädchen mit rotem Haar und grünen Augen, wohnt mit ihrer Familie in einem endlosen Apfelhain, dessen Eintönigkeit sie nur zu gerne entfliehen würde. Ihr Wunsch wird ihr schnell erfüllt -- zu schnell. Als sie hoch auf einem Apfelbaum ein besonders prächtiges Exemplar pflücken will, fällt sie von einem Krampf geschüttelt zu Boden: Sie hat ihre erste Monatsblutung und zu ihrem Erstaunen wird dabei auch ihre rechte Hand blutrot.

Während sie selbst vermutet, das sei auch so ein "Frauending", geht eine Ahnung durch das Land Alasea: Sie ist "die Eine". Seit fünf Jahrhunderten herrschen die dunklen Mächte des Gul'gotha über Alasea und haben Chi, den Gott des Lichts, vertrieben. Elenas rote Hand (das Merkmal der guten Hexen des Feuers) ist das erste Anzeichen dafür, dass Licht und Dunkel erneut zum Kampf gegeneinander antreten werden.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Eigentlich ist das gesamte Buch eine einzige, lange Einleitung zu einer größeren Geschichte. Was in anderen Fantasy-Büchern - besonders denen, die zur klassischen Gattung der Wanderfantasy gehören - innerhalb weniger Kapitel abgehandelt wird, kommt bei Clemens wirklich nicht zu kurz.

Die Gefährten der jungen, gerade zur Hexe erwachten Elena sind zahlreich und allesamt interessante Wesen. Ob Bergkrieger, Waldnymphe, einarmiger jahrhundertealter Schwertkämpfer, Gestaltwandler, Troll oder weißhaariger Elf - sie alle haben eines gemeinsam, denn sie sind Ausgestoßene ihres Volkes (daher auch der Originaluntertitel The Banned and the Banished) und auf einer Mission. Ihre jeweiligen Wege finden schließlich zueinander und sie scharen sich um das junge Mädchen, das wohl die letzte Trägerin guter Magie in Alasea ist, einem Land, das unter der Herrschaft der bösen Gul'gotha steht.

Klar, die Geschichte trägt nicht viel Neues in sich - der altbekannte Kampf Gut gegen Böse, eine Reihe von Gefährten unterschiedlicher Rassen und viel Magie... Aber warum eine bewährte Rezeptur ändern, wenn man sie mit viel Spannung und interessanten Einzelschicksalen gespickt erneut schmackhaft zubereiten kann? Denn genau dies tut Clemens im ersten Buch der fünfteiligen Reihe und schafft damit zumindest eine gute Grundlage für weitere spannende Geschehnisse.

Für meinen Geschmack wurde nur ein wenig zu viel Blut vergossen und was die junge Elena in den nur zwei Tagen erzählter Handlung alles erleiden muss - etwas weniger Dramatik und Horror hätten dem Buch bestimmt nicht geschadet. Gut gefallen haben mir aber die Grundpfeiler der Geschichte, die nicht nur in der Hauptfigur Elena liegen: Eigentlich jeder ihrer Gefährten hat eigene Motive, sie zu begleiten und nicht jeder scheint zu sein, wie er sich nach außen hin gibt. Grund genug für mich, neugierig auf den eigentlichen Start der Geschichte zu sein...

Zur englischen Ausgabe:
Relativ einfaches sprachliches Niveau, nur die vielen Akzente stören ein wenig den Lesefluss, doch dieses Problem hat wohl auch der Muttersprachler...

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