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Sein wahres Gesicht
Tripwire


Teil 3, Jack-Reacher-Reihe
440 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Action Thriller

Bewertung (1-10):

"Jack Reacher sah den Kerl durch die Tür hereinkommen."

Inhalt:
Tiefe Trauer - und erhöhte Wachsamkeit veranlassen Jack Reacher, den genialen Ex-Ermittler, an der Beerdigung seines ehemaligen Vorgesetzten und väterlichen Freundes bei der Militärpolizei, Leon Garber, teilzunehmen. Weshalb ließ dieser nach so vielen Jahren unter dem Namen seiner Tochter Jodie nach ihm fahnden? Und was hat sie, Jacks unerfüllte große Liebe, damit zu tun?

Jodie, bildschön und eine clevere Anwältin, steht selbst vor einem Rätsel. Erst die unangenehme Begegnung mit Killern und verstümmelten Leichen bringt die beiden auf eine heiße Spur - und ins Fadenkreuz der Mörder.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Wer die Jack-Reacher-Romane von Lee Child bereits kennt, weiß, dass diese eine gehörige Portion Action und Blutvergießen enthalten und nichts und niemand den Superhelden Reacher stoppen kann. Im Prinzip ist es mit "Sein wahres Gesicht" nicht anders, doch spürt man einen Veränderung im einsamen Helden der Landstraße, der plötzlich mit einer alten und unerfüllten Liebe konfrontiert wird. Na klar, das hält wieder höchstens bis zum Ende des Buches, mag der routinierte Child-Leser denken, doch irgendwie hat er sich weiter entwickelt, unser scheinbar unfehlbarer Held.

Und so verlässt der dritte Reacher-Roman zwar nicht komplett die bewährten Pfade, macht aber einen viel versprechenden Anfang und ermöglicht einen Einblick in die Vergangenheit des Ex-Militärpolizisten, der plötzlich nicht mehr nur die Verantwortung für sich alleine, sondern für eine zweite Person tragen muss - und die wird, wie sollte es anders sein, von Bösewichten bedroht. Allen voran der unheimliche "Hook" Hobie mit der Vietnam-Vergangenheit, die ihn mehr gekostet hat, als nur seinen Arm.

Fazit: Ein Buch mit einem stellenweise verworrenen Plot, der sich erst nach und nach entwirren lässt. Dazu ein Schuss Vietnam-Tragik, die relativ wenig zur Originalität der Geschichte beizutragen vermag - irgendwo hat man so etwas ähnlich doch schon gelesen... Der Schurke wirkt mit seiner körperlichen Hässlichkeit etwas überzeichnet, seine relativ tölpelhaft agierenden Kompagnons ein wenig zu klischeehaft. Aber trotz allem ist "Sein wahres Gesicht" ein spannender Thriller, der allerdings nicht ganz an den zweiten Teil "Ausgeliefert" heranreichen kann.

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