Buchstaben-Salat-Rezension:
Die Geschichte um die junge Magierin Sonea, die
in "The Magician's Guild" einen recht gemächlichen Anfang nahm,
gewinnt in "The Novice" allmählich an Tempo. Die Handlung spielt
größtenteils auf dem Gelände der Universität, wo Sonea als einzige
Novizin armer Herkunft unter ihren Mitschülern hervorsticht und
keinen leichten Stand hat. Die Geschehnisse erinnern phasenweise
sehr an die Harry-Potter-Bücher, sind jedoch keinesfalls
abgekupfert. Durchweg unterhaltsam und mit einem unterschwellig
ansteigenden Spannungsbogen schildert Canavan, wie sich die begabte
Sonea behaupten muss, sich neue Feinde macht, aber auch neue Freunde
hinzugewinnt.
Ein weiterer Handlungsstrang um den
Magier Dannyl, frisch gebackener Botschafter der Gilde in Elyne,
erweitert den Horizont des Lesers über die Stadt Imardin hinaus.
Nach und nach spürt der Leser, dass sich hinter der so nett zu
lesenden Geschichte weitaus mehr verbirgt, als es zunächst den
Anschein hat. Welches Potential sich daraus ergibt, merkt man gegen
Ende des Buches und wird davon wohl vollends im nächsten Band - den
man unbedingt bereitliegen haben sollte - überzeugt.
Canavan ist für mich eine
ungewöhnliche Entdeckung: Ein anfangs nette Geschichte erweist sich
als raffinierter, als zunächst vermutet und zudem als spannender
Page-Turner. Wer Geschichten mit Magie, mitreißenden Charakteren und
einer überzeugend konstruierten Welt mag, sollte die Black Magician
Trilogie als Lesefutter unbedingt ins Auge fassen!