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Ian Caldwell & Dustin Thomason
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"Wie wohl viele von uns
hat mein Vater Zeit seines Lebens versucht, eine Geschichte
zusammenzutragen, die er niemals verstehen würde." |
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Inhalt:
Kann ein Buch lebensgefährlich sein? Schon vor 500 Jahren
starben die ersten Menschen bei dem Versuch, die Hypnerotomania
Poliphili zu entschlüsseln. Nun geraten vier Studenten aus
Princeton in den Bannkreis dieser rätselhaften Schrift aus der
Renaissance, die ein sensationelles Geheimnis enthält. Ein
lebensgefährliches Geheimnis. Das letzte Geheimnis. Denn
plötzlich geschehen Morde auf dem Campus … |
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3-Minuten-Rezension von Illy, 15. März 2005 |
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Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe. |
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas
aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Normales Papier. Durchschnittliche
Papierstärke. Das Cover ist ein Blickfang. Normales Schriftbild. Weder zu
kleine, noch zu große Schriftgröße. Sehr schöner Umschlag, auf den matten
Untergrund sind in glänzend lateinische Wörter aufgedruckt, die man nur
sieht, wenn man das Cover schräg gegen das Licht hält. |
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Passt Cover zum Inhalt: |
Ja |
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Erzählperspektive: |
Ich-Perspektive, erlebend (der Ich-Erzähler erlebt die
Geschichte) Ich-Perspektive, erzählend (der Ich-Erzähler erzählt die
Geschichte im Rückblick). |
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Einstieg in die Geschichte: |
Geheimnisvoll. Reizt zum Weiterlesen. |
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Plot: |
Durchschnitt. Weder neu noch alt. |
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Figuren: |
Unauffällig und normal. Düster und deprimierend. Die beiden
Haupt-Protagonisten sind teilweise so fanatisch in ihrem Forscherdrang,
dass es für mich nicht nachvollziehbar ist. Leider wurde ich mit keiner
Figur richtig warm. |
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Setting: |
Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr gut
vorstellen. Sehr schöne Darstellung der College-Atmosphäre. |
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Lesefluss: |
Schwer. Das behandelte Thema ist komplex und daher ist das
Buch anstrengend zu lesen. Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen.
Achterbahn. Stetiger Wechsel zwischen spannenden und ruhigen Phasen. In
das eigentliche Geschehen werden immer wieder Rückblicke eingeflochten.
Während das eigentliche Geschehen locker beschrieben ist, sind die
Forschungen der Studenten eher komplex. |
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Sprache: |
Eher unauffällig. Fällt weder positiv noch negativ auf.
Eher komplex. |
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Zusatzmaterial: |
Abbildungen / Grafiken. Die im Buch erklärten/benutzten
Holzschnitte sind auch abgebildet. |
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Stärken: |
Aufmachung. Vielzahl an Wissen, was indirekt vermittelt
wird. |
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Schwächen: |
Charakterzeichnung. |
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Fazit: |
Die Doppeldeutigkeit des sehr treffenden Originaltitels
bemerkt man erst spät im Buch. Es geht um 4 Studenten, von denen einer
entschlossen ist, das Geheimnis um ein 500 Jahre altes Buch zu
entschlüsseln. Es geht um tödliche Konkurrenz unter Forschern und darum,
ob Freundschaft und Liebe wichtiger sind als wissenschaftliche
Besessenheit. Ein komplexes Buch, dass nicht zum
mitraten einlädt. Die Autoren werfen mit Assoziationen um sich, die
niemand, der nicht mindestens Geschichtsprofessor für die italienische
Renaissance ist, nachvollziehen kann. Insofern erinnert mich der Roman
etwas an Umberto Eco. Das Campusleben erinnert an die "geheime Geschichte"
von Donna Tartt. Der auf dem Cover abgedruckte Vergleich mit Dan Brown ist
etwas weiter hergeholt und dient wohl eher als Marketingstrategie. Die
meisten Brown-Begeisterten dürften von diesem Buch enttäuscht sein, geht
es doch nicht so sehr darum ein Geheimnis zu lösen (wenn die Protagonisten
wochenlang Bücher wälzen, bis sie die Lösung zu einem Rätsel finden, kann
man ihren Lösungsweg wohl kaum in 3 Zeilen nachvollziehen bzw. Ihnen
zuvorkommen).
Das Thema des Buches ist vielmehr die Bedeutung der
Freundschaft und warnt vor der Liebe zu Dingen statt zu Menschen. Eines
schönes Buch, ein interessantes und teilweise faszinierendes Buch,
allerdings kein wirklich spannendes Buch. |
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Weitere Informationen
Alle Bücher des Autoren auf Buchstaben-Salat.de |
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