Buchstaben-Salat-Rezension:
Trügerischer Spiegel ist eine abstruse Geschichte, die zwar spannend und
unterhaltsam geschrieben ist, bei der aber dennoch die Absonderlichkeiten soweit
überwiegen, dass ich keine so rechte Freude an diesem Buch finden konnte.
Die junge Journalistin Avery überlebt einen
Flugzeugabsturz, wird nach ihrer Rettung aber für Carole Rutledge gehalten. Da
sie den Irrtum aufgrund ihrer Verletzungen nicht aufklären kann, wird sie einer
kosmetischen Operation unterzogen, die ihre Gesichtszüge vor dem Unglück
wiederherstellen sollen. Diese sind durch die Verwechslung natürlich nicht
Averys, sondern die Gesichtszüge Carole Rutledges. Und da diese die Ehefrau
eines knackigen Senators in spe ist, beschließt Avery kurzerhand, eine Reportage
über den Senator zu schreiben. Und verliebt sich auch gleich noch in ihn. Ach ja
- und sein Leben retten möchte sie auch noch, denn sie erfährt im Krankenhaus
von einem Mordkomplott gegen den Senatorenanwärter.
Klingt verwirrend? Ist es auch. Sandra Brown
erzählt die Geschichte an sich recht spannend und lässt den Leser auch mit Avery
und Tate mitfühlen, doch mir war das Ganze leider einen Tick zu weit hergeholt,
als dass ich mich vollständig auf die Geschichte einlassen konnte. Sehr genervt
hat mich zudem die Ergebenheit, mit der Avery die Anfeindungen "ihrer"
Familienmitglieder erträgt, denn ihre Doppelgängerin war weiß Gott keine
Heilige.
Wer also kein
Problem mit einer großen Portion Unglaubwürdigkeit und einem insgesamt
mittelprächtig spannenden Plot hat, dem sei diese Geschichte dennoch empfohlen.