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Dan Brown


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Diabolus
Digital Fortress 
(2)
 



(HC), Verlagsgruppe Lübbe
Genre:
Wissenschafts-Thriller

Bewertung (1-10):

"It is said that in death, all things become clear;
Ensei Tankado now knew it was true."

Inhalt:
Die Kryptographin Susan Flechter wird von der NSA zur Hilfe gerufen, als deren scheinbar unbesiegbare Dechiffriermaschine an einem mysteriösen Code scheitert. Was sie bei ihren Nachforschungen entdeckt, schockiert das gesamte Institut. Die Nationale Sicherheitsbehörde der USA wird als Geisel gehalten - nicht etwa von Gewehren oder Bomben, sondern von einem Code, der so ungeheuer komplex ist, dass er die komplette staatliche Einrichtung stilllegen könnte. Und nur Susan Fletcher hat die Fähigkeiten, gegen diesen Code anzugehen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Nachdem ich von Dan Brown bereits Illuminati und Sakrileg gelesen habe, bin ich von Digital Fortress einerseits enttäuscht, andererseits überrascht.

Zunächst zur Enttäuschung, denn die zu erklären dauert etwas länger: Unangenehm aufgestoßen sind mir zum Beispiel die in bester James-Patterson-Manier extrem kurz gehaltenen Kapitel; der Rekord lag dabei bei einer halben Seite. Nicht nachzuvollziehen, da das anschließende Kapitel des Öfteren in derselben Situation verweilte und ihm noch nicht einmal ein Cliffhanger voraus ging. Wozu nicht einfach weiter schreiben?

Und apropos Cliffhanger: In den beiden o.g. anderen Büchern Browns sind diese auch nicht eben selten gesät, aber in Digital Fortress wird beinahe jedes Kapitel - und wir erinnern uns, die sind sehr kurz - von einem solchen abgeschlossen. Besonders beliebt waren dabei Phrasen wie "Across the street [...] a man followed just out of sight." oder "Neither he nor Susan heard the faint footsteps [...]" etc. Selbst der unaufmerksamste Leser merkt spätestens nach dem dritten Hinweis, dass da wer verfolgt wird, aber Brown reichen dezente Hinweise leider nicht und so nervten (zumindest mich) diese Andeutungen enorm.

Zu erwähnen wäre auch der etwas langsame Einstieg in die Geschichte. Meiner Meinung nach gibt Brown dem Leser hier etwas zu viele Informationen, die er für das Verstehen der Geschichte eigentlich gar nicht braucht und die ihn nur ungeduldig machen, da er ja sicherlich endlich wissen möchte, worum es im Buch überhaupt geht. Diese Hintergrundinformationen (z.B. die Kennenlerngeschichte zwischen Susan und David) hätte man kürzen oder erst nach und nach einbauen können. Vermisst habe ich auch die Möglichkeit, miträtseln zu können, dies war in Illuminati und vor allem Sakrileg weitaus besser möglich.

Alles in allem aber muss man beim Lesen von Digital Fortress und allen Vergleichen zu später erschienenen Büchern unbedingt bedenken, dass dies sein Erstling war und Illuminati und Sakrileg im Gegensatz dazu doch eine enorme Weiterentwicklung darstellen. Daher bin ich auch überrascht, wie sehr sich Brown nach dieser eher "lahmen" Geschichte mit etlichen Vorhersehbarkeiten, Spannungsabfällen und Konstruktionsschwächen bei seinen Folgebüchern verbessert hat.

Zur englischen Ausgabe:
Da es sich um einen Computer-Thriller handelt, kommt natürlich viel Fachchinesisch vor...

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