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Grüner Reiter
Green Rider


Teil 1, Grüner Reiter
569 Seiten (TB), Verlagsgruppe Droemer Knaur
Genre: Allgemeine Fantasy

Bewertung (1-10):

"Der Granit fühlte sich unter den Handflächen des Graugewandeten
kalt und rauh an."

Inhalt:
Die junge Karigan, Sproß einer Kaufmannsfamilie, ist aus der Schule abgehauen. Da stößt sie im Wald auf den sterbenden F'ryan. Er ist ein Grüner Reiter. Das sind die Boten des Königs, deren Stärke nicht nur in ihrer bedingungslosen Loyalität liegt, sondern vor allem in ihren magischen Fähigkeiten. F'ryans Botschaft entscheidet über das Schicksal des Königreichs, denn das Böse droht den D'Yer-Wall zu überwinden. Karigan verspricht widerstrebend, die Warnung abzuliefern. Es wird ein Ritt durch die Hölle. Sie muss gegen Ungeheuer, Schurken und Intrigen kämpfen. Aber in ihr schlummern Fähigkeiten, von denen sie selbst nichts ahnt.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Karigan, eine junge Kaufmannstochter, ist der Schule verwiesen worden und kurzerhand davon gelaufen. Unterwegs trifft sie auf einen sterbenden Grünen Reiter - einen Boten des Königs - der ihr das Versprechen abringt, dem Herrscher eine wichtige Botschaft zu überbringen. Kaum ist Karigan unterwegs, gerät sie von einer Gefahr in die nächste.

Von Beginn an konnte mich "Grüner Reiter" nicht so recht fesseln, die junge Karigan blieb seltsam blass und ihre Abenteuer recht vorhersehbar. Das auf dem Cover abgedruckte vollmundige Lob Marion Zimmer Bradleys ("Grüner Reiter ist für die 90er Jahre das, was Tolkien für die 60er war.") muss ein schlechter Witz sein und schadet dem Buch eher, als dass es ihm nützt. Ich verlange nicht von jeder Fantasy-Geschichte die ultimative Innovation und gänzlich unerwartete Wendungen, doch etwas weniger Vorhersehbarkeit und dafür vielschichtiger Figuren hätten dem Buch sicherlich nicht geschadet.

Angesichts der meist überschwänglichen Lobeshymnen aus den Reihen der Fantasy-Leser waren meine Erwartungen an "Grüner Reiter" vielleicht auch ein wenig zu hoch geschraubt. Ich war nicht nur von der viel zu lang geratenen Geschichte enttäuscht, auch der Erzählstil kam mir oft holprig vor, denn viele Redewendungen bzw. Ausdrücke wirkten auf mich unpassend oder einfach nur platt.

Fazit: Leichte Fantasy-Lektüre - vielleicht etwas zu leichte - mit altbekannten Ideen und wenig Neuem, die mich über weite Strecken nicht fesseln konnte.

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