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The Soul Weaver   (3)
 


Teil 3, The Bridge of D'Arnath
480 Seiten (TB), Roc Fantasy
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):


 

"My senses were deafened by Jayereth's pain."

Inhalt:
Gerick war über Monate in den Händen der bösen Lords von Zhev'Na, die versuchten, ihn auf ihre Seite zu ziehen und zu einem der Ihren zu machen. Doch der Zauberer Kharon und seine Frau Seri konnten ihren Sohn befreien - zumindest den Körper, denn ein Teil von Gericks Seele bleibt für immer ein Gefangener der Lords und ist der Grund für die Ängste des Jungen, eines Tages seine Familie und alle, die ihm am Herzen liegen, zu verraten.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Der dritte Teil der Bridge of D'Arnath spielt rund vier Jahre nach den Ereignissen von "Guardians of the Keep". D'Nathiel/Kharon wird vollkommen von seinen Aufgaben als Prinz von Avonar und dem Krieg gegen die Zhev'Na eingenommen und kann seine Frau Seri und den gemeinsamen Sohn Gerick in der "normalen" Welt nur in großen zeitlichen Abständen besuchen. Als ein elementarer Plan im Kampf gegen die Zhid durch die vermeintliche Schuld Gericks undurchführbar wird, ist der Prinz davon überzeugt, dass sein Sohn immer noch unter der Kontrolle der Lords von Zhev'Na steht und sieht keinen anderen Ausweg, als seinen Sohn zu töten.

Insgesamt hat mir "The Soul Weaver" zwar gut, aber am wenigsten von allen bisher erschienenen drei Teilen gefallen. Dazu war die Geschichte stellenweise zu langatmig, einige Ideen kamen mir bekannt und wie recycelt aus den Vorgängerbänden bzw. Bergs anderer Serie "The Books of the Rai-Kirah" vor. Und die Regel, dass Bergs Ideen und Konzepte von Buch zu Buch verrückter und abstrakter werden, hat sich auch in "The Soul Weaver" bestätigt. Hinzu kommt Gericks und D'Nathiel/Kharons Art, niemanden in ihre Pläne und Beweggründe bzw. Sorgen und Nöte einzuweihen, was meine Geduld zusätzlich strapaziert hat. Fast künstlich kamen mir teilweise aus diesen Charakterzügen entstandene Probleme vor, die ein offenes Gespräch möglicherweise hätte lösen oder zumindest schmälern können.

Doch es gab auch Lichtblicke in diesem dritten Teil: Die Figur des Ven'Dar war mir sofort sympathisch und stellte einen wohltuenden Gegenpol zum immer düsterer erscheinenden Prinzen von Avonar dar. Hier kommt Bergs Talent, mitreißende und begeisternde Figuren aus dem Nichts zu erschaffen, wieder einmal voll zur Geltung. Eine weitere schöne Szene ist ihr gegen Ende des Buches mit einem Reinigungsritual gelungen, das mich ein wenig an eine ähnliche Szene in "Transformation" erinnerte.

Fazit: "The Soul Weaver" fällt zwar qualitativ gegenüber den Vorgängerbänden ab, ist aber immer noch ein sehr gutes Fantasy-Buch mit zwar ziemlich abstrusen Ideen, die aber (wie gewohnt) nachvollziehbar und logisch von Berg vor ihren Lesern ausgebreitet werden. Das Ende erscheint relativ abgerundet und hätte meiner Meinung nach - mit einigen wenigen Ergänzungen - einen befriedigenden Abschluss für die Reihe bilden können. Berg schiebt noch einen Band nach, doch ich bin recht skeptisch, ob überhaupt noch ausreichend Material für eine weitere spannende und nicht allzu konstruiert wirkende Handlung übrig geblieben ist. Wir werden es sehen - im September 2005...

Zur englischen Ausgabe:
Für Einsteiger eher ungeeignet, die Handlung ist relativ komplex und Berg neigt zu detaillierten Beschreibungen. Für geübte Englisch-Leser ist das Buch aber gerade deshalb empfehlenswert!

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