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Carol Berg


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Son of Avonar   (3)
 


Teil
1, The Bridge of D'Arnath
480 Seiten (TB), Roc Fantasy
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"The dawn wind teased at my old red shawl as I scrambled up the last
steep pitch of the crescent-shaped headland the villagers called
Rif Paltarre - Poacher's Ridge."

Inhalt:
In den Vier Königreichen ist Zauberer streng verboten und wird mit dem Tode bestraft. Die leiranische Adelige Serianna hat am eigenen Leibe erfahren müssen, wie mit Zauberern und ihren Angehörigen verfahren wird, wenn sie mit der verbotenen Kunst in Verbindung gebracht werden. Seit einigen Jahren lebt sie im Exil und möchte nichts mehr mit den königlichen Intrigen und der Macht der Politik zu tun haben, denen sie durch ihre adelige Geburt einst so nahe stand. Eines Tages findet sie im Wald nahe der einfachen Hütte, in der sie nun lebt, einen jungen Mann. Der Fremde ist nackt, stumm und vollkommen verwirrt. Sie nimmt ihn bei sich auf und beschützt ihn vor den leiranischen Soldaten, die auf der Suche nach ihm sind. Nach und nach erfährt sie, dass sie und der Fremde gemeinsame Feinde haben und dass magische Talente in ihrem Schützling schlummern...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Was macht Carol Bergs Bücher eigentlich so mitreißend? Diese Frage stellt sich dem routinierten Berg-Leser unweigerlich, da nach den "Books of the Rai-Kirah" auch der erste Teil ihrer neuen Reihe von der ersten Seite an zu fesseln vermag. Die Antwort liegt wohl in Bergs Talent, dem Leser die Figuren nicht nur oberflächlich näher zu bringen, sondern ihn emotional an sie zu binden und außerdem gekonnt - und äußerst sparsam - ganz unglaubliche Wendungen in die Geschichte einfließen zu lassen, die man sich als Leser vielleicht erhofft oder gewünscht, an die man aber nicht wirklich geglaubt hat.

Nach diesem Strickmuster erzählt Berg die Geschichte der jungen Seri und lässt den Leser in relativ häufigen Rückblicken erfahren, wie es dazu kam, dass die Adelige in einer einfachen Hütte auf dem Land, weit weg vom Luxus des königlichen Hofes oder ihres Familiensitzes Comigor lebt. In der Gegenwart taucht ein mysteriöser Fremder in Seris Exil auf und in der nicht minder spannend erzählten, bittersüßen Vergangenheit wird der Leser mit Figuren vertraut gemacht, über deren furchtbares Schicksal er von Anfang an Bescheid weiß. Dabei erwachen Figuren, die in Seris Gegenwart bereits seit zehn Jahren tot sind, zum Leben und lassen einen die Autorin, die ihnen ein solch furchtbares Schicksal zugedacht hat, fast verfluchen. Nebenwirkung des spannenden Rückblicks war übrigens, dass mich dieser fast mehr interessiert hat, als die Ereignisse der Gegenwart - und das obwohl Berg ja bereits sehr früh in der Geschichte (grob) darüber aufklärt, wie es dazu kam, dass Seri im Exil lebt.

Obwohl die Charakterzeichnung - wie in allen Geschichten Bergs - großen Raum einnimmt, lernt der Leser natürlich auch die Welt, in der die Reihe spielt, kennen und verfolgt, wie die Figuren diese während einer Mission bereisen. Diese fand ich eher durchschnittlich spannend, viel interessanter hingegen waren die Vorgänge zwischen den Abenteurern, ihre Entwicklungen und Offenbarungen. Die Welt der Vier Königreiche zeichnet sich übrigens durch eine Besonderheit aus, die mich unweigerlich an ein Konzept aus den Rai-Kirah-Büchern erinnerte.

Insgesamt ein fesselndes Buch mit vielschichtigen, faszinierenden Charakteren, das zwar nach einem spannenden Auftakt ein paar Längen hat, diese aber durch überraschende Wendungen wieder wett zu machen weiß.

Zur englischen Ausgabe:
Für Einsteiger eher ungeeignet, die Handlung ist relativ komplex und Berg neigt zu detaillierten Beschreibungen. Für geübte Englisch-Leser ist das Buch aber gerade deshalb empfehlenswert!

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