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Carol Berg


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Song of the Beast (3)
 



480 Seiten (TB), Roc Fantasy
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"The light had almost undone me."

Inhalt:
Brutale Gefangenschaft haben Aidan McAllistern zu einem gebrochenen Mann gemacht. Seine Stimme tot, seine Hände ruiniert und seine Musik, die einst Symbol für Schönheit und Hoffnung des von Kriegen heimgesuchten Elyrias war, zerstört. Der Gott, der seit seiner Jugend sein Talent hat wachsen lassen, hat ihn verlassen. Aber niemand hat ihm jemals erzählt, wieso er hinter Gittern sitzen muss, welches Verbrechen er begangen hat. Um dies zu erfahren, muss er seine hart erkämpfte Freiheit riskieren, in den Geist seines Gottes und in das Herz seines Feindes dringen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Bei der Bewertung dieses Buches war ich hin- und hergerissen: Sicherlich hätte es eine bessere Wertung verdient, wenn ich nicht bereits die Trilogie "The Books of the Rai-Kirah" von Carol Berg gelesen hätte. Vieles in "Song of the Beast" erinnert an Handlungselemente dieser wirklich tollen Bücher, mit dem Unterschied, dass hier die Ideen noch ein wenig unausgereift erscheinen. Ich hatte stark den Eindruck, dass Berg den guten Ansatz, den sie mit Song of the Beast geschaffen hat, in Transformation & Co. perfektioniert und ausgearbeitet hat. Schon allein deswegen kann dieses Buch bei mir nicht besser abschneiden.

Beim Lesen von Song of the Beast wird schnell klar, dass die Autorin anscheinend eine Vorliebe dafür hat, gebrochene Personen zu zeichnen und den Leser daran teilnehmen zu lassen, wie diese sich langsam wieder einen Platz im Leben erkämpfen und - zumindest teilweise - ihre Vergangenheit hinter sich lassen. Doch die Figur des Aidan ließ mich nie so nah an sich heran wie (und hier muss ich leider schon wieder den Vergleich zur o.g. Trilogie ziehen) Seyonne.

Davon abgesehen gelingt es Berg dennoch, mich mit ihrer Geschichte in den Bann zu ziehen, ganz gleich, wie ich mit ihrem Protagonisten zurecht kam. Auch liegt ihr Fokus nicht nur auf Aidan, sondern von Zeit zu Zeit lässt sie den Leser an der Perspektive einer anderen Figur teilnehmen, indem einige Kapitel aus der Ich-Perspektive dieser Person beschrieben werden. So erleben wir beispielsweise Aidan aus dem Blickwinkel einer anderen Person, was meiner Meinung nach die Charakterdarstellung wesentlich unterstützt. Ein Stilmittel, dass mir schon bei George Martins Lied von Eis und Feuer gut gefallen hat, auch wenn die zentralen Figuren hier meist nicht miteinander konfrontiert werden.

Die Welt und Völker, die Berg in Song of the Beast erschaffen hat, sind wie gewohnt klar, intelligent und einfallsreich gezeichnet. Besonders gut gefallen hat mir ihr Konzept um die für die Geschichte sehr wichtigen Drachen. Sie sind - obwohl mächtige, Furcht einflößende Tiere - von den Menschen versklavt und werden eingesetzt, um die Kriege ihrer Besitzer zu führen. Natürlich steckt viel mehr hinter den Drachen, doch es ist an Aidan, dies herauszufinden...

Bergs sprachlicher Stil macht wie immer viel Spaß zu lesen, wenn er auch etwas anspruchsvoll und für Einsteiger (das Buch ist bisher nur auf englisch erschienen) die Sache nicht gerade leicht macht. Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das allerdings im Vergleich zu anderen Geschichten der Autorin etwas abfällt.

Zur englischen Ausgabe:
Für Einsteiger eher ungeeignet, die Handlung ist relativ komplex und Berg neigt zu detaillierten Beschreibungen. Für geübte Englisch-Leser ist das Buch aber gerade deshalb empfehlenswert!

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