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Carol Berg


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Revelation (3)
 


Teil 2, The Books of the Rai-Kirah
496 Seiten (TB), Roc Fantasy
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"«I am not a Seer. What lies ahead,
now that I have done the unthinkable, I cannot say.»"

Inhalt:
Zwei Jahre nach seinem Kampf mit dem Dämonenlord ist Seyonne müde, besorgt, verärgert und frustriert. Als Ezzarias einziger verbliebener Wächter trägt er allein die gesamte Last des sich verschlimmernden Kampfes mit den Dämonen auf seinen Schultern. Aber eine Begegnung mit einem Dämonen, wie sie ganz Ezzaria noch nie gesehen hat, stellt für Seyonne alles, an das er geglaubt hat, in Frage. Und die Suche nach seinem dämonenbesessenen Kind wird zur Suche nach seiner eigenen Seele und der Seele seines Volkes.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Der zweite Band der Books of the Rai-Kirah knüpft zeitlich zwei Jahre später und spannungsmäßig auf gleich hohem Niveau an den Vorgängerband an. Die Geschichte um den Ex-Sklaven Seyonne, die mir aufgrund ihres hohen Niveaus und ihrer unkonventionellen Ideen so gut gefallen hat, überrascht mit noch ungewöhnlicheren Elementen, die zumindest mich verblüfft und begeistert haben. Vor allem der Schluss lässt noch einiges für Band 3 hoffen - Carol Berg scheint aus einem unendlichen Pool guter Ideen zu schöpfen!

Warum dieses Buch einen Bewertungspunkt weniger bekommen hat, als sein Vorgänger, möchte ich allerdings auch noch begründen: Zunächst einmal hat mich der erste Band in solch einen Leserausch gerissen, den ein zweiter Band nur schwer hätte übertreffen können. Außerdem lässt Berg ihren armen Helden meiner Meinung nach ein wenig zu sehr leiden und hätte sich ein paar eindringliche Folterszenen sparen können. Aber das ist Geschmackssache und mir fällt mindestens ein Buch ein, bei dem solche Szenen weitaus mehr Raum in der Handlung eingenommen haben (-> Sword of Shadows, Terry Goodkind, Band 1...).

Fasziniert hat mich Berg in diesem Band mit ihrer Art, die Dämonen - die dem Leser schon im ersten Band begegnet sind - diesmal aus einem ganz anderen Blickwinkel darzustellen. Vor allem ein Kampf des Warden gegen den Dämonen an ungewöhnlicher Stelle gegen Ende des Buches fand ich genial - sowohl von der Spannung her, als auch von der Ironie, die darin steckte. (Ich muss mich leider so kryptisch ausdrücken, ansonsten würde ich zuviel verraten ;)).

Fazit: Ein ebenso begeisternder zweiter Teil dieser ungewöhnlichen Fantasy-Reihe, die mir Lust auf den letzten Band und weitere Bücher dieser Autorin gemacht hat...

P.S.: Die Homepage der Autorin kann ich übrigens als ergänzende Lektüre nach jedem Band nur empfehlen, denn hier werden offene Fragen beantwortet und viel ergänzendes Material zu den drei Büchern angeboten.

Zur englischen Ausgabe:
Für Einsteiger eher ungeeignet, die Handlung ist relativ komplex und Berg neigt zu detaillierten Beschreibungen. Für geübte Englisch-Leser ist das Buch aber gerade deshalb empfehlenswert!

Drei-Minuten-Rezension von hummel, 2. März 2005
Rezensiert wurde die englische Paperback-Ausgabe.
 
Aufmachung: Durchschnittliche Bindung, normaler Buchrücken. Man sieht dem Buch hinterher an, dass es gelesen wurde. Normales Papier. Durchschnittliche Papierstärke. Das Cover ist durchschnittlich und unauffällig. Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße.
Passt Cover zum Inhalt: Ja. Dezentes Fantasy-Design.
Erzählperspektive: Ich-Perspektive, erlebend (der Ich-Erzähler erlebt die Geschichte).
Einstieg in die Geschichte: Geheimnisvoll. Reizt zum Weiterlesen. Zur Mitte hin verebbt die Geschichte, aber nur um den Bogen neu zu spannen.
Plot: Originell. Teilweise neue und erfrischende Ideen. Konsequente Fortsetzung und unerwarteter Ausbau der Story vom ersten Teil.
Figuren: Vielschichtig und interessant. Originell und verrückt. Neue Elemente bringen Leben in die vom ersten Band bekannten Strukturen.
Setting: Verrückt, aber glaubwürdig. Auch wenn nicht alles realistisch wirkt, nimmt man die Utopie doch ab.
Lesefluss: Abwechslungsreich. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Hat mich mein Wochenende gekostet...
Sprache: Originell und ungewöhnlich. Viele Eigenwort-Kreationen des Autors. Mit vorrückender Handlung fordert die komplexe Story ihren Tribut, man muss "mehr wissen", um die Geschichte zu verstehen.
Zusatzmaterial: nicht vorhanden
Stärken: Erzählperspektive, Plot (Geschichte), Lesefluss
Schwächen: Setting (Umwelt, in der die Handlung spielt). Eigentlich unfair, das Buch ist prima, nur muss es natürlich als 2. Band einer Trilogie eine Brücke schlagen.
Sprachliche Schwierigkeit der engl. Ausgabe: Mittelschwer. Ein wenig Erfahrung im Lesen englischer Literatur sollte man mitbringen.
Fazit: Ist ein schönes Buch, allerdings nur zu empfehlen, wenn man Transformation gelesen hat.

Weitere Informationen
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Bibliographie

Interview mit Buchstaben-Salat
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