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Donna Andrews


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You've got Murder (2)
 


Teil 1, Turing-Hopper-Reihe
340 Seiten (TB), Berkley Publishing Group
Genre: Wissenschafts-Thriller

Bewertung (1-10):

"Three A.M. Monday. Universal Library's headquarters was
as empty as is ever would be."

Inhalt:
Normally a workaholic techie, Zack has missed work for several days. So his friend, Turing, does the only neighborly thing and checks to see if Zack is logged in from home. No luck. Then she skims the databases of local banks to find his personal identification number. Nothing. Next she searches police and hospital records throughout the state. No Zack. Turing is no crazed stalker: she is an artificial intelligence personality of Zack's creation. But, unlike other AIPs, Turing is sentient - and she senses foul play. Fortunately, when Zack created her, he downloaded into Turing every murder mystery in his library, so Turing would think like a detective. She does find some clues to Zack's disappearance, but the enemies may well lie in the real world - where Turing has no ability to move.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Eine recht außergewöhnliche und interessante Idee hatte Donna Andrews da, als sie Turing Hopper, die empfindungsfähige künstliche Intelligenz (engl. AIP) erschuf. Turing wurde von ihrem Programmierer Zack nicht nur mit dem üblichen Datenkram gefüttert, sondern auch mit allem, was das Krimi-Genre so hergibt. Kein Wunder, dass ihr Spürsinn erwacht, als Zack plötzlich verschwunden ist. Turing setzt alles in ihrer Macht stehende daran, Zack zu finden und verbündet sich für die Dinge in ihrer Ermittlungsarbeit, für die zwei Beine notwendig sind, mit Maude und Tim, zwei Kollegen aus dem Unternehmen, in dem sie eingesetzt wird.

Das Konzept einer empfindungsfähigen Maschine bzw. eines Computers ist nicht neu. Spontan fiel mir der gute alte Data aus Star Trek - The Next Generation ein. Doch im Unterschied zu Data hat Turing keine Probleme mit Emotionen wie Trauer, Angst oder Humor. Turing beobachtet die Menschen in ihrer Umgebung und scheint deren Empfindungen (bis auf ein paar Ausnahmen) nachvollziehen zu können. Ihre Selbstreflexionen machen einen Großteil des Buches aus - und sind immer sehr amüsant zu verfolgen. Turing ist empfindungsfähig, aber gleichzeitig auch noch dabei, sich selbst und ihre Umwelt verstehen und kennen zu lernen.

Insgesamt hat mir Andrews Idee von einem Computer als Detektiv sehr gut gefallen. Turing ist mit ihrem flapsigen Witz, manchmal unbeholfenem Charme und einigen verdächtig menschlichen Eigenschaften (z.B. Paranoia) äußerst liebenswürdig und unterhaltsam. Gegen Ende läuft die Geschichte zwar ein wenig aus dem Ruder und Turings Entwicklung wirkt etwas unrealistisch - aber schließlich ist das ganze Konzept weniger aus der wissenschaftlichen Perspektive zu sehen, sondern als eine phantasievolle Geschichte, die eine originelle Idee zum Leben erweckt.

Fazit: Ein witziger, ungewöhnlicher Roman mit einer äußerst sympathischen Hauptfigur. Auch wenn der Fall ein wenig durcheinander und verwirrend wirkt, Turing macht dies mit ihrer bemerkenswerten Persönlichkeit und der Interaktion mit ihren beiden "Watsons" wieder wett. Computerspezialisten sollten den Roman natürlich als das nehmen, was er ist: eine (unterhaltsame) Fiktion.

Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres sprachliches Niveau, relativ viele computertechnische Ausdrücke - aber die sind wahrscheinlich auf Deutsch auch nicht besser zu verstehen, wenn man nicht gerade vom Fach ist.

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