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Kevin J. Anderson


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Sonnenstürme
Horizon Storms (2)


Teil 3, Die Saga der Sieben Sonnen
(TB), Heyne Verlag
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

"Though blackende by flames, the surviving worldtrees on Theroc remained defiant
in the aftermath of the nightmare that had befallen them."

Inhalt:
Der gigantische Krieg zwischen den außerirdischen Elementarrassen, Hydrogen und Faeros, hinterlässt eine Spur aus erloschenen Sonnen und zerstörten Planeten im Spiralarm. Es ist nun an Kanzler Wenceslas und König Peter, die menschliche Rasse mit harter Hand zu vereinen - oder der totalen Ausrottung entgegen zu sehen. Gleichzeitig schmieden zwei ungleiche Zivilisationen eine Allianz, welche die alte Ordnung zu zerrütten droht. Die Roamer- und Theroc-Clans weigern sich, ihre Unabhängigkeit aufzugeben, und der neue Mage-Imperator Jora'h sieht sich mit einer Bedrohung konfrontiert, mit der sich kein anderer Ildiranischer Herrscher je auseinandersetzen musste - einem Bürgerkrieg, welcher das gesamte Königreich zerbrechen könnte...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Im dritten Teil der Saga der Sieben Sonnen lässt Kevin Anderson weder in Punkto Spannung noch in Einfallsreichtum nach. Von einigen lieb gewonnenen Charakteren musste man sich leider im Laufe der letzten Bände verabschieden, doch wurden sie von mal mehr, teilweise auch weniger interessanten Figuren ersetzt. Die Hohe "Fluktuation" ist sicherlich nicht jedermanns Sache und bei Charakteren wie dem Ingenieur Sullivan Gold oder dem Wissenschaftler Howard Palawu hatte ich fast den Eindruck, ihr einziger Daseinsgrund ist es, die Löcher der verstorbenen oder verschwundenen Protagonisten zu stopfen.

Anderson jongliert weiterhin meisterlich mit vielen, vielen Handlungsfäden - fast mag einem Bange werden, er werde die Saga nicht zu einem zufrieden stellenden Ende führen können. Aber dafür hat er ja zum Glück noch drei Bände Zeit. Je mehr sich "Sonnenstürme" seinem Ende zuneigt, desto verrückter werden auch die Ideen des Autoren. Auch wenn mich gerade das letzte Kapitel etwas verwirrt zurück gelassen hat, bin ich doch gespannt darauf, wie Anderson diesen dort entstandenen, neuen und  unerwarteten Faden in die Saga integriert. Arm an Überraschungen ist er jedenfalls nicht!

Zu kritisieren wären an "Sonnenstürme" allerdings die vielen Rekapitulationen von Handlungen aus früheren Bänden. Wozu ist dem Buch eigentlich eine detaillierte Zusammenfassung der wichtigsten Geschehnisse voran gestellt, wenn man doch in vielen Kapiteln die Vergangenheit erneut vorgekaut bekommt? Gerade für Leser, die die Bücher kurz hintereinander weg lesen, wird dies bald zur Geduldsprobe. Dafür einen Punkt Abzug.

Ansonsten bleibt mir nichts mehr übrig, als mich zu wiederholen: Anderson hat es mit seiner mitreißenden Saga geschafft, mir das Science-Fiction-Genre näher zu bringen und mich neugierig zu machen auf die vielen, von mir noch unentdeckten Bücher. Was bleibt mir auch anderes übrig als mich anderweitig umzuschauen, wenn der nächste Teil der Saga erst in einem Jahr erscheint?

Zur englischen Ausgabe:
Obwohl ein Science-Fiction-Roman, überfordert dieses Buch den Leser nicht mit allzu vielen technischen Begriffen und komplizierten Wortkonstruktionen, sondern lässt sich für halbwegs geübte Englisch-Leser gut bewältigen.

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