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Kevin J. Anderson


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Das Imperium
Hidden Empire
(2)


Teil 1, Die Saga der Sieben Sonnen
542 Seiten (TB), Heyne Verlag
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

"Safe in orbit high above the gas giant, Margaret looked through the observation port at continent-sized hurricanes and clouds far below."

Inhalt:
In der Mitte des 25. Jahrhunderts wird die Menschheit mit der Tatsache konfrontiert, dass sie nicht die einzige vernunftbegabte Spezies im Universum ist. Als es ihr endlich gelingt, die Grenzen unseres Sonnensystems zu überwinden, stößt sie auf die hoch entwickelten Ildiraner, die sich glücklicherweise als friedliebend erweisen. Doch es existiert noch eine dritte Spezies oder zumindest deren Hinterlassenschaft: Die insektoiden Klikiss sind zwar seit langem ausgestorben, doch immer noch funktionsfähige Roboter und bizarre Ruinen legen beredt Zeugnis von ihrem vormals hohen Zivilisationsgrad ab. Zur Katastrophe kommt es, als die Menschen unter Einsatz von ildiranischer Technologie einen Gasgiganten in eine neue Sonne verwandeln möchten, um die umliegenden Monde bewohnbar zu machen. Denn was sie nicht wussten: Der Gasgigant beherbergte eine in der ganzen Galaxis verbreitete Lebensform, die den Tod von Millionen ihrer Artgenossen nicht hinnimmt und den Krieg erklärt...

Buchstaben-Salat-Rezension:
"Das Imperium" legt den Grundstein für die auf insgesamt sechs Bände angelegte Saga der sieben Sonnen. Kapitelweise werden die wichtigsten Charaktere vorgestellt und ihre Sichtweise - ähnlich dem Stil von Fantasy-Autor George R.R. Martin - geschildert. Dabei treten sowohl menschliche, als auch ildiranische Figuren auf die Bühne dieser flott geschriebenen Space-Opera und selbst Roboter bekommen ihren Auftritt.

Man merkt, dass Anderson sich in diesem ersten Band viel Zeit nimmt, um den Leser mit Welten, Technik und Protagonisten seiner Saga vertraut zu machen. Glücklicherweise sind die meisten seiner Figuren interessant und mit einigen originellen Ideen verbunden - beispielsweise die Welt von Theroc, auf der Grüne Priester über die Weltenbäume in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren und über dieses natürliche Netzwerk selbst Priester auf entlegenen Welten der Galaxie erreichen können, zumindest solange diese einen Ableger der Weltenbäume dabei haben.

Das menschliche Imperium teilt sich auf in die Terran Hansa unter der Führung des skrupellosen Chairman Wenceslas, der König Frederick eher als Marionettte, denn als eigenständig handelnden Souvereign behandelt. Eine abgespaltene Gruppe der menschlichen Zivilisation stellen die Roamer dar, die nomadenartig durch den Weltraum ziehen und sowohl Menschen, als auch Ildiraner mit dem wertvollen Treibstoff Ekti versorgen. Die Ildiraner schließlich sind eine in Kasten lebende Zivilisation, die unter der Herrschaft des Mage Imperators leben, der mit allen seinen Bürgern auf telephatischem Wege verbunden ist.

Die Kapitel des Buches sind relativ kurz und ein wenig stört dies auch den Lesefluss. Doch gleich einer TV-Seifenoper zappt man sich durch die Geschichte, nimmt hier und da ein Handlungshäppchen auf und wird doch satt. So erging es zumindest mir und ich konnte mich wirklich kaum vom Buch lösen. Erfahrene Science-Fiction-Leser werden der Geschichte vielleicht genau diese Sprungshaftigkeit vorwerfen, doch mir erleichtert die Dominanz der Charaktere und weniger der Technik den Einstieg in die Welt der Science Fiction.

Alles in allem ein höchst unterhaltsamer Science-Fiction-Roman mit vielen liebens- und hassenswerten Figuren, deren Schicksal zu verfolgen großen Spaß macht.

Zur englischen Ausgabe:
Obwohl ein Science-Fiction-Roman, überfordert dieses Buch den Leser nicht mit allzu vielen technischen Begriffen und komplizierten Wortkonstruktionen, sondern lässt sich für halbwegs geübte Englisch-Leser gut bewältigen.

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